Das freie Wort

Eine Tragödie, bei der viel zu viele wegsehen

Die Generation, die Empathie mit den unzähligen Flüchtlingen zeigt, hat Ähnliches erfahren müssen, doch sind nur noch wenige am Leben. Deshalb sollten sich die jetzt lebenden Menschen die in den Medien gezeigten Gesichter, von denen die Hälfte Kinder sind, genau ansehen. Auch darüber nachdenken, welche Perspektiven jene überhaupt haben. Aus Angst um ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen sind sie auf der Flucht aus ihrer Heimat. Fast alle wollen aber nichts weiter als wieder dahin zurück, woher sie geflohen sind. Das werden sie jedoch nur dann können, wenn ihnen nicht nur Erdoğan, sondern alle EU-Staaten helfen wollen und werden.

Hans Gamliel, Rorschach (CH)

Erschienen am Mi, 4.3.2020

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