Ergänzend zu dem sehr aufschlussreichen Artikel vom 20. 6. mit dem Titel „Warum ist er noch Staatssekretär?“ ist zu erwähnen, dass nicht nur die Stelle mit dem gelernten Koch Sepp Schellhorn aufgrund mangelnder wirtschaftspolitischer Kompetenz eine absolute Fehlbesetzung ist, sondern der Fehler bereits bei der Regierungsbildung entstanden ist, wo künstlich die neue Stelle „Staatssekretariat für Deregulierung“ installiert wurde, womit die paritätische Besetzung von Stellen auf alle drei Regierungsparteien ausgeglichen wurde, insbesondere die Fehlentscheidung, dieses neue Sekretariat beim Außenministerium anzusiedeln. Herr Staatssekretär Sepp Schellhorn beklagt sich, dass er von 113 Vorschlägen erst 19 umsetzen konnte. Das ist ganz klar, da er ja keine Weisungskompetenz für die Umsetzung hat, weil seine Vorschläge in anderen Ministerien, wie z. B. Finanzen, Soziales, Bildung, Wirtschaft oder Digitalisierung, bzw. von den Bundesländern umgesetzt werden müssten. In diesen Ministerien sitzen die Fachleute und auch die Entscheidungsträger. Nicht verwunderlich, dass 93% bei der „Frage des Tages“ gewählt haben, dass er keinen guten Job macht. Dieses unnötige Staatssekretariat müsste im Sinne von Sparmaßnahmen mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden. Ich kann der Aussage in dem Artikel „es wird Zeit, das Neos-Experiment zu beenden“ nur zustimmen. Außerdem wäre das für die Glaubwürdigkeit der Regierung wichtig, dass sie auch bei sich selbst den Sparstift ansetzt und nicht nur bei der breiten Bevölkerung.
Dr. Christine Maisel, per E-Mail
Erschienen am Mo, 22.6.2026
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