Wenn man hört, dass Ex-Finanzminister Schelling einen lukrativen Aufsichtsratsposten beim russischen Erdgas-Riesen Gazprom bekommt, und wenn man weiß, dass auch andere österreichische Ex-Politiker mit der russischen Wirtschaft eng verflochten sind, dann muten die Erklärungsversuche von führenden Politikern, warum Österreich die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Giftanschlags in London nicht mitträgt, geradezu unbeholfen und naiv an. Österreichs Vermittlerrolle zwischen Ost und West hin oder her, – wenn der Rubel richtig rollt, haben solche Klischees ausgedient. Den Menschen zuzumuten, dass man an das Märchen vom „Brückenbauer Österreich“ glaubt, halte ich schon für ein starkes Stück!
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