Finger wieder dran

Ärzte nähen Finger eines Fünfjährigen wieder an

Steiermark
21.01.2008 16:05
Ein fünfjähriger Bub hat sich am Sonntag bei der Explosion eines Knallkörpers schwerste Verletzungen an der Hand zugezogen. Drei Finger waren abgetrennt. Am Grazer LKH wurden dem Kind nun mit Hilfe von Transplantationen von Gewebe aus großem Zeh und Unterarm die Finger wieder angenäht. Ob der Körper des Buben das Gewebe annimmt, bleibt offen.

Der Bub hat eine zwölfstündige Operation hinter sich. Bis 5.00 Uhr früh haben die Ärzte um seine Hand gekämpft. Jetzt liegt das Kind auf der Intensivstation der Grazer Kinder-Chirurgie und muss mindestens drei Wochen im Krankenhaus bleiben. 

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Exekutive gegen Mittag in der Wohnung der Großeltern in Spielfeld. Da der Bub am Montag seinen fünften Geburtstag feiert, wollte sein Großvater mit ihm gemeinsam den Knallkörper zünden. Als der Mann jedoch kurz in den Keller ging, um etwas zu holen, dürfte der Fünfjährige selbst zum Feuerzeug gegriffen haben. Die Großmutter hielt sich zum Unfallzeitpunkt in der Küche auf. Der ÖAMTC nahm die abgetrennten Finger mit ins Krankenhaus.

Symbolbild

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