"Wer sich in der Schule schwer tut, der fliegt raus oder wird erst gar nicht aufgenommen", kritisiert Arbeiter-Kammer-Präsident Walter Rotschädl die Praxis unseres Bildungssystems. Und weiter: "Das bringt immer mehr Junge um ihre Chance, auf der anderen Seite können wir es uns aber nicht leisten, junge Leute links liegen zu lassen, die wir als qualifizierte Fachkräfte dringend brauchen."
AK-Studie deckt Ursachen auf
Die Arbeiter Kammer (AK) beleuchtet in einer Studie auch den Hintergrund für die extreme "Dropout-Rate". Die Tendenzen zum Schulabbrecher seien schon in früher Kindheit beobachtbar. "Man sieht bereits im Kindergarten, wo Förderung notwendig ist", weiß AK-Bildungschef Albert Kaufmann.
Risikoanalyse in der sechsten Schulstufe
Spätestens in der zweiten Klasse Haupt- oder Mittelschule sollten "Risikofaktoren" wie Herkunft, Umfeld, Leistungsentwicklung und soziales Verhalten ermittelt werden. "Schulsozialarbeit wäre der Schritt in die richtige Richtung", so Kaufmann. Weiterer Vorschlag: Gerade in den AHS-Unterstufen müsste via Berufsberatung intensiver aufgeklärt werden, um Fehlentscheidungen bei der Bildungslaufbahn zu verhindern.
Eines der größten Anliegen von AK-Bildungschef Albert Kaufmann ist es, Gymnasiasten die Möglichkeit zu geben, Schnupperlehren zu absolvieren.










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.