Familientragödie

Vater springt als lebende Fackel vom Dach

Steiermark
19.01.2008 12:14
Ein Familienvater ist Freitag in den frühen Morgenstunden auf das Dach seines Hauses gestiegen. Der Mann übergoss sich mit Nitroverdünnung, zündete sich an und sprang vor den Augen der Schwiegereltern zehn Meter in die Tiefe. Für den 41-Jährigen kam jede Hilfe zu spät - das Motiv für die Verzweiflungstat ist allen ein Rätsel.

Privat und beruflich schien bei dem Grazer alles in Ordnung zu sein. Der 41-Jährige war angeblich glücklich verheiratet, hatte zwei Kinder - seine Tochter ist sieben und sein Sohn drei Jahre alt - und war beruflich in einer leitenden Position tätig. Noch am Donnerstag gab es für ihn sogar einen besonderen Anlass zur Freude - er holte sein neues Auto ab. Doch aus irgendeinem Grund hatte der Familienvater eine schlaflose Nacht.

Ehefrau im Haus eingesperrt
Er stand gegen zwei Uhr früh auf und ging ins ausgebaute Dachgeschoß, die Kinder legten sich zur Mutter ins Bett. Als diese dann von oben verdächtige Geräusche hörte, machte sie sich Sorgen. Sie wollte am Dachboden nachschauen - doch das konnte sie nicht, denn die Tür war versperrt. Ihr Mann hatte auch die Tür zum Vorraum von außen zugesperrt und so konnte die Frau das Haus auch nicht verlassen.

Schwiegereltern wollten helfen
Die verzweifelte Ehefrau rief ihre Eltern an. Als diese dann wenig später eintrafen, stand der Schwiegersohn als lebende Fackel neben dem Kamin am Dach und sprang in die Tiefe. Er hatte sich zuvor mit Nitroverdünnung - die Polizei fand einen leeren Fünf-Liter-Kanister - übergossen und angezündet. Warum es zu dieser Wahnsinnstat kam, will nun das Landeskriminalamt klären.

Symbolbild

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