30.01.2008 16:26 |

Angriff der Gallier

"Asterix bei den Olympischen Spielen"

Die Abenteuer des blitzschnellen Asterix (Clovis Cornillac) und seines zaubertrankgestärkten Gefährten Obelix (Gérard Depardieu) führen diesmal ins ferne Griechenland. Dort wollen sie dem jungen und wagemutigen Gallier Romantix (Stéphane Rousseau) helfen, die Olympischen Spiele und gleichzeitig das Herz der wunderschönen griechischen Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) zu gewinnen. Wäre da nur nicht der tückische Brutus (Benoît Poelvoorde), der alles daran setzt, die Olympiade zu beherrschen und außerdem seinen Vater Julius Caesar (Alain Delon) aus dem Weg zu räumen... Mit dabei bei dem Spaß, der am 31. Jänner startet, sind auch Michael Schumacher und Michael "Bully" Herbig.

Beim Teutates! In gallischen Gefilden grassiert das Olympia-Fieber, und daran ist nicht etwa profaner sportlicher Ehrgeiz schuld. Nein, der Grund, sich mit den Besten der antiken Welt im fernen Griechenland zu messen, ist weit romantischer: Liebe!

Dass Romantix sein Herz ausgerechnet an die schöne Tochter des Griechenkönigs Aderlas, Irina - eine echte Blickoase: das italienische Topmodel Vanessa Hessler -, verloren hat, birgt diplomatische Verwicklungen zuhauf. Denn das liebreizende Geschöpf ist Brutus, Stiefsohn des mächtigen Julius Cäsar, versprochen, und der ist nicht gewillt, sich die Braut von einem liebestrunkenen Gallier ausspannen zu lassen. Die naheliegende Lösung - das Vierteilen des Nebenbuhlers - wird zudem durch einen raffinierten Schachzug Irinas vereitelt. Sie verspricht ihr Patschhändchen demjenigen, der die Olympischen Spiele gewinnt. Glasklar, dass Brutus das antike Olympia zum Schauplatz seines größten Triumphes machen will...

Doping-Skandal im Olympischen Dorf
Schon bald erschüttert ein aufsehenerregender Doping-Skandal das olympische Dorf. Während die römischen Athleten in Begleitung ihres sinistren Team-Medikus Doktormabus angereist sind, verlassen sich die gallischen Olympioniken ganz auf ihren Zaubertrank-Pantscher, den Druiden Miraculix - Jean-Pierre Cassel, der im April 2007 verstarb -, und müssen sich prompt dem gefürchteten "Käfer-Doping-Test" unterziehen. Und der ist positiv!

Während Asterix - pfiffig: Clovis Cornillac - und Obelix - wuchtig-souverän: Gérard Depardieu - auf gefinkelte Sportdidaktik setzen, schnabuliert Brutus ungeniert Antik-Anabolika, bis Julius Cäsar - köstlich: Alain Delon - der Kragen platzt. Ein finales Wagenrennen soll über den Gesamtsieg entscheiden.

Kino-Legende Alain Delon als Julius Cäsar
Mit der Realverfilmung von "Asterix bei den Olympischen Spielen", die 80 Millionen verschlang und größtenteils im südspanischen Alicante gedreht wurde, hat sich Regisseur Thomas Langmann, gemeinsam mit Frédéric Forestier, einen Kindheitstraum erfüllt. Auch von seiner Traumbesetzung musste Langmann keinen Millimeter abrücken. Er wollte - und bekam - die charismatische Kinolegende Alain Delon als Cäsar!

Und Cäsar altert nicht. Er reift. Das Gleiche gilt für den französischen Alphawolf Alain Delon. Der Blick eisblau-durchdringend, das einstmals nachtschwarze Haar dezent ergraut, kühn die Stirn, der Mund von verhaltener Arroganz umspielt. Immer noch. Wie damals, als sich die Kamera in Luchino Viscontis "Il Gattopardo" an diesem faszinierenden Gesicht festsog, das "troppo bello", viel zu schön, war. Der laut Drehbuch wieder und wieder eingeforderte Killerinstinkt sollte Delons Augen noch oft gefährlich aufblitzen lassen, straffte die Physiognomie. Alain, der eiskalte Engel. Die Liebe ließ er an sich abperlen wie das blaue Nass in "Der Swimmingpool". Mit viel Selbstironie, Goldlaub im Silberhaar, kokett der Toga-Faltenwurf, legt er nun die Rolle des römischen Imperators an. Die Pose des Herrschers schmeichelt ihm. Kennt er diese Seite an sich? A. Delon: "Ah, oui, ich bin ein Despot, ein Tyrann, wenn auch nur im Kleinen... Etwa, wenn eine von mir durchdachte Ordnung durcheinandergebracht wird. Man nimmt nicht einfach ein Buch aus meiner Bibliothek und stellt es dann irgendwo hin."

Delons Liebling-Doping: eine schöne Frau
In "Asterix bei den Olympischen Spielen" geht es um Doping-Sünden, von denen auch der Sport des dritten Jahrtausends nicht frei ist. A. Delon: "Solche Dinge gehen an mir vorbei. Ich finde es aber durchaus legitim, sich für einen romantischen Abend mit einem belebenden Glas Champagner und ein paar Austern zu dopen. Zudem: Das beste Doping-Mittel für einen Mann ist immer noch eine schöne, verführerische Frau. Das ist schon seit der Antike so!" Liest er Asterix? A. Delon: "Ich blättere darin... Ich liebe Bücher, deren brillante Sätze mir Widerstand leisten. Philosophische Werke." Ave Alain.

Von Christina Krisch, Kronen Zeitung

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter