Der ehemalige Eisenbahner hat, obwohl er monatlich etwa 900 Euro Pension bezieht, kein eigenes Dach über dem Kopf. Deshalb quartierte er sich drei Jahre lang in Krankenhäuser ein. Er täuschte immer einen Sturz vor und rief über Notruf das Rote Kreuz an. Im Spital klagte er über Kopfschmerzen und Schwindel, behauptete, dass er erbrochen habe. Er wurde dann immer stationär aufgenommen und gründlich durchuntersucht. Bis zu vier Tage lang ließ er sich von Schwestern und Ärzten verwöhnen.
93 Krankenhaus-Aufenthalte in drei Jahren
Laut Krankenkasse ist er in den vergangenen drei Jahren allein in Wien, Niederösterreich und der Steiermark 93 Mal im Krankenhaus gewesen. Ob er auch in anderen Bundesländern "Patient" war, muss erst geklärt werden. Nachdem er am Sonntag mit dem Zug nach Mürzzuschlag gefahren und am Bahnhof schwer "gestürzt" war, merkte der behandelnde Oberarzt, dass etwas nicht stimmte.
Der 59-Jährige hat der Polizei bisher 21 Spitalsaufenthalte gestanden. Der Schaden ist noch nicht bekannt, "aber er dürfte", so ein Ermittler, "enorm sein". Und: "Von fünf Spitälern haben wir Abrechnungen. Da macht allein der Aufenthalt 11.600 Euro aus..."
Symbolbild









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