29.11.2007 17:11 |

Magische Nacht

Werder Bremen feiert 3:2-Sieg über Real Madrid

Er war zwar nur eine knappe Viertelstunde auf dem Feld, dennoch durfte ÖFB-Teamspieler Martin Harnik am Mittwoch den 3:2 (2:1)-Sieg von Werder Bremen gegen das Millionen-Ensemble von Real Madrid richtig auskosten. Schließlich stand das Bremer Weserstadion Kopf. Von einer "magischen Fußball-Nacht" war die Rede und selbst der sachliche Coach Thomas Schaaf gab sich euphorisch: "Das kann man gar nicht hoch genug schätzen. Jetzt haben wir in Piräus das Endspiel, das wir wollten". Mit einem Sieg gegen Olympiakos am 11. Dezember würde Werder im Achtelfinale der Fußball-Champions League stehen.

Als Harnik in der 76. Minute eingetauscht wurde, war die Stimmung bereits am Kochen. Die Tore von Markus Rosenberg (4.), Boubacar Sanogo (40.) und Aaron Hunt (58.) hatten die Fans trotz der Gegentreffer von Robinho (14.) und Ruud van Nistelrooy (71.) in einen Rausch versetzt, den auch die Spieler noch lange nach dem Abpfiff genossen. "Wir waren schon fast weg", meinte auch Werder-Manager Klaus Allofs: "Und jetzt sind wir wieder mittendrin." Dabei hatte aufgrund der langen Verletztenliste in Bremen kaum jemand mit einem vollen Erfolg gerechnet.

Böse Überraschung für Schuster
Eine böse Überraschung erlebte hingegen Bernd Schuster. "Bremen hat das wirklich gut gemacht", lobte der deutsche Real-Trainer und sagte zu den vielen Ausfällen bei Werder: "Das hat sie noch mehr zusammengeschweißt. Das hat es für uns noch schwerer gemacht." Er habe die "klassische Mentalität einer deutschen Mannschaft gesehen, auch wenn Werder viele ausländische Spieler hat". Real präsentierte sich hingegen als Ansammlung hoch bezahlter Einzelkönner. "Wir haben es Werder in einigen Punkten leicht gemacht", kritisierte Schuster, ohne ins Detail gehen zu wollen.

Mit hochkarätigen Verstärkungen kann der Deutsche in naher Zukunft freilich nicht rechnen. "Es wird im Winter keine neue Rekrutierungen gegen", stellte Präsident Ramon Calderon klar. Ganz im Gegenteil: Real will sich laut spanischen Sportzeitungen von Mitteldspieler Mahamadou Diarra aus Mali und dem brasilianischen Stürmer Julio Baptista trennen.

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