Voll stoischer Ungerührtheit macht Regisseur Ulrich Seidl ("Hundstage") das brutale Prinzip der Hoffnungslosigkeit mit all seinen trügerischen Fratzen einmal mehr zum Motor seines aktuellen Streifens "Import - Export", der zugleich sein zweiter Spielfilm ist.
Ein Kaleidoskop trostloser Einblicke, Erniedrigungen und Enttäuschungen, in dem Momente der Würde wie Katzensilber auf dem steinigen Weg aufblitzen. Ein Film auch, der das Sterben und den Tod gnadenlos enttabuisiert. Wem all dies zu depressiv ist, der tut gut daran, sich an den Bojen grotesken Humors in dieser rauen Seidlschen Lebenssee festzuklammern, um nicht zu ertrinken.
Von Christina Krisch, Kronen Zeitung
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