12.09.2007 13:18 |

Stolze Gehälter

AC Milan zahlt seinen Spielern 120 Mio. Euro

Italiens Fußball-Klubs der Serie A bezahlen ihren Spielern im Jahr insgesamt 666 Millionen Euro an Gehältern. Laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" pumpt allein Champions-League-Sieger AC Milan 120 Millionen Euro in seinen Kader, bei dem der brasilianische Mittelfeld-Star Kaka (Bild) der Topverdiener ist. Lazio Rom will aber jetzt die Gehälter seiner Spieler reduzieren.

Während vor allem Top-Vereine aus dem Norden wie die Mailänder Clubs AC Milan und Inter sowie Rekordmeister Juventus Turin mit Millionen um sich werfen, kämpfen die Provinz-Clubs in der Serie A ums finanzielle Überleben.

Sechs Million Euro Jahresgehalt netto für Kaka
Top-Verdiener ist der bei den "Rossoneri" engagierte 25-jährige Brasilianer Kaka, der mit sechs Millionen Euro netto pro Jahr mehr kassiert, als der gesamte Kader von Cagliari zusammen. Im Ranking der bestbezahlten Profis folgt der Kapitän der AS Roma, Francesco Totti, mit 5,46 Millionen pro Jahr. Juventus-Tormann Gianluigi Buffon sowie drei Spieler von Inter Mailand, der Franzose Patrick Vieira, der Brasilianer Adriano und der Schwede Zlatan Ibrahimovic, kassieren jeweils fünf Millionen Euro.

Serie A zahlt 666 Millionen Euro für Gehälter
Die drei mit Sponsoren- und TV-Geldern üppig versorgten Top-Clubs Milan (120 Millionen), Inter (110) und Juventus (96,9) geben fast so viel für ihre Spieler aus wie alle anderen 17 Liga-Rivalen zusammen. Insgesamt werden 666 Millionen Euro pro Jahr für die Spielergehälter investiert, abzüglich der Steuern kassieren die 494 Profis damit insgesamt 368 Millionen Euro netto.

Der 19-jährige Daniele Papponi vom AC Parma ist mit einem Netto-Jahressalär von 60.000 Euro der am schlechtesten bezahlte Profi der Serie A. Zum Vergleich: So viel wie Papponi pro Jahr verdient, kassiert Kaka innerhalb von nur rund vier Tagen...

Lazio Rom will Spielergehälter reduzieren
Lazio Rom will jetzt die Gehälter seiner Spieler reduzieren und sie an die sportlichen Leistungen des Vereins binden. Ansonsten drohe dem römischen Klub die Pleite, warnte Lazio-Präsident Claudio Lotito in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Der 50-Jährige hatte den römischen Verein im Jahr 2004 übernommen, als er an den Rande einer Pleite geraten war. Seitdem hat der Unternehmer den Klub einer strengen Sanierung unterzogen.

Die Spielergehälter müssten an die Leistungen des Vereins geknüpft werden. "Der wirtschaftliche Aspekt ist nicht alles im Leben. Die Resultate müssen zählen", sagte der Präsident. Sein Ziel sei, dass Lazio sich selbstständig, ohne den Eingriff der Aktionäre, finanzieren könne. "Der italienische Fußball geht dem Ende zu. Jeder Realitätssinn ist verloren gegangen. Wie werden wir es noch schaffen, wenn das Fernsehsystem nicht mehr die Kosten des Fußballs tragen wird?", fragte Lotito.

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