Erinnerung an BSE

¿Es war so furchtbar, als das Vieh wegkam¿

Die BSE-Hysterie ist vorbei: Der siebente österreichische Fall in Kärnten regt niemanden mehr auf, die Kuh wurde routinemäßig geschlachtet. Eine Bauernfamilie aus Bad Kreuzen kam im Vorjahr noch zum Handkuss. Ihre 40 Rinder wurden getötet. Die Altbäuerin erzählt von dem Trauma, als das Vieh weg musste.

Die sechsjährige Kuh „Moni“ war am 10. Mai 2006 geschlachtet worden, alle drei BSE-Tests waren positiv. Damit brach eine Lawine von Sorgen über die Bauernfamilie Barth in Bad Kreuzen herein. Alle 40 Rinder kamen weg, wurden in Regau eingeschläfert.

„Das ist so furchtbar, das kann man niemandem sagen. Das kann sich keiner vorstellen, was man da durchmacht“, erinnert sich Landwirtin Ida Barth (72). Wenig später wurde der Bundeskrisenplan geändert, statt der Herde nur noch das erkrankte Tier getötet: „Wir waren das letzte Opfer. Mein Mann, der Karl, hat Krebs gehabt. Ihm hat´s den Boden unter den Füßen weggezogen. Er ist im September mit 75 gestorben“, trauert Barth: „Mit Geld ist das nicht abzugelten.“

Schlimm, wie dumm viele Menschen sind: Trotz der Krise gab es sogar Neider!

 

 

Foto: rubra

Dienstag, 18. Mai 2021
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