Mo, 20. August 2018

OÖGKK sagt:

17.01.2018 11:08

Jeder Hausarzt macht 300.000 Euro Umsatz im Jahr

"Junge Hausärzte, verzweifelt gesucht" - so könnten die Stelleninserate der oö. Gebietskrankenkasse aussehen. Denn es fehlen, wie berichtet, 24 Praktiker. Einer der Gründe, warum solche Mediziner Mangelware sind, ist das falsche Bild von der schlechten Bezahlung. Laut OÖGKK macht ein Hausarzt in OÖ pro Jahr 300.000 Euro Umsatz, die Hälfte davon bleibt ihm als Einkommen übrig.

Aus Angst vor Neid war die Ärztekammer stets dagegen, dass die Einkommensverhältnisse der Hausärzte offen gelegt werden. Weil immer weniger Jung-Mediziner auch aus finanziellen Gründen auf die Übernahme einer solchen Ordination pfeifen, legt die OÖGKK nun die Karten auf den Tisch. Sprecher Harald Schmadlbauer rechnet vor: "Laut Kostenstatistik  lag der Betrag pro Arzt im Jahr  2016 bei 262.253 Euro. Das ist im Österreichvergleich klar Platz 1, der Bundesdurchschnitt liegt bei 232.889 Euro." Die OÖGKK hat insgesamt 660 Allgemeinmediziner unter Vertrag.

Zusatzverdienst ist noch nicht eingerechnet
Wenn man das Gesamt-Honorar ermitteln will, das ein Arzt mit den Sozialversicherungen abrechnet, muss man die  Honorare von SVA, BVA und VAEB dazuzählen. Die Bundesdurchschnittswerte liegen bei den Allgemeinmedizinern bei 53.214 Euro. Schmadlbauer: "So landet man bei unserer Orientierungsgröße bei 300.000 Euro Honorarsumme. "
Nicht enthalten  sind etwa Tätigkeiten als Schul- oder Betriebsarzt. Und auch die Hausapotheken-Umsätze sind  nicht erfasst.

OÖGKK hofft auf Umdenken
Schmadlbauer: "Etwa fünfzig Prozent der Honorarsumme sind für Ordinationskosten und  die Sozialversicherung des Arztes zu veranschlagen, die andere Hälfte ergibt das  zu versteuernde persönliche Einkommen." Die OÖGKK hofft, dass ein Umdenken einsetzt.


Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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