Sa, 15. Dezember 2018

Höchststand für FPÖ?

23.09.2017 08:05

SPÖ und Grüne drohen bei Wahl Negativrekorde

Auch wenn die Wahl am 15. Oktober die politische Landschaft erschüttert, dürften viele, aber nicht alle Rekorde fallen. SPÖ und Grünen drohen zwar Negativrekorde, aber die Umfragen lassen nicht erwarten, dass Sebastian Kurz mehr zulegt als Wolfgang Schüssel einst. Die FPÖ könnte allerdings stärker werden als unter Jörg Haider.

Der SPÖ droht ein weiterer historischer Tiefstwert, niedriger als die 26,82 Prozent bei der vorigen Wahl - und zudem auch, dass sie erstmals hinter die FPÖ auf Platz 3 zurückfällt. So ergab die jüngste Umfrage von Unique research im Auftrag von "profil", dass sowohl SPÖ als auch FPÖ auf 24 Prozent kommen und damit gleichauf liegen. Die ÖVP bleibt weiterhin mit 33 Prozent an der Spitze.

Die Grünen müssen sich darauf einstellen, ein Drittel bis die Hälfte ihres 2013 errungenen Rekord-Stimmenanteils von 12,42 Prozent zu verlieren - das wäre für sie der größte Verlust seit Bestehen. Laut Unique research liegen die Grünen nur noch bei fünf Prozent und müssen um den Einzug in den Nationalrat bangen - allerdings müssen dies laut der jüngesten Umfrage auch die NEOS und Peter Pilz.

Keine Rekorde bei größtem Stimmenzuwachs zu erwarten
Mit dem größten Minus aller bisher 21 Wahlen der Zweiten Republik muss allerdings keine Partei rechnen. Dieser Rekord bleibt wohl der FPÖ, die 2002 - in der schwarz-blauen Regierung - 16,91 Prozentpunkte einbüßte. Bei dieser Wahl gelang der ÖVP mit Schüssel das bisher größte Plus aller Zeiten: 15,40 Prozent. Auch dieser Rekord dürfte halten.

ÖVP ist nicht rekordverdächtig
Der ÖVP verheißen die Umfragen zwar einen deutlichen Zuwachs - um die neun Prozentpunkte - zu ihren 23,99 Prozent aus 2013. Aber rekordverdächtig ist sie damit nicht: Sie wäre zwar weit aus dem 2013 eingefahrenen historischen Tief heraußen, aber bei Weitem nicht am Höchststand. Der war 49,80 Prozent im Jahr 1945, und Schüssel kam 2002 noch einmal klar über 40 Prozent, nämlich 42,30.

FPÖ könnte Rekordplus holen
Für die FPÖ liegt die Latte niedriger: 26,91 Prozent sind ihr bester Wert, 1999 noch unter Jörg Haider eingefahren. Er holte damals den bisher einzigen zweiten Platz für die FPÖ, ganz knapp vor der ÖVP - mit der die FPÖ dann auch zusammenging. In den Umfragen liegt die FPÖ nicht allzu viel unter ihrem Rekordwert, sicher ist demnach ein Zuwachs zu den 20,51 Prozent aus 2013.

Im Rekordtief war 2013 die Wahlbeteiligung: Erstmals nützten weniger als drei Viertel, 74,91 Prozent, ihr Wahlrecht - womit der Stand an Nichtwählern mit mehr als 1,6 Millionen der bisher höchste war.

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