Gemeindefusion:

Landesregierung verkleinert den Bezirk Rohrbach

Kaum ist Ex-ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner nicht mehr in politischen Schlüsselfunktionen, wird sein Bezirk Rohrbach verkleinert - heute, Montag (18. September 2017) per Beschluss in der Landesregierung. Ursache ist aber die Bezirksgrenzen überschreitende Fusion der Gemeinden Schönegg (bisher Rohrbach) und Vorderweißenbach.

Im Juni haben sich 70 Prozent der Schönegger für eine Fusion mit der Nachbargemeinde Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung entschieden. Heute, Montag, wird Schönegg sozusagen von der Landkarte getilgt, wobei die dafür nötige Verordnung ab 1. Jänner 2018 gilt: Die neue fusionierte Gemeinde erhält den Namen Vorderweißenbach und wird komplett dem Bezirk Urfahr-Umgebung zugeordnet. Andererseits werden die Grenzen der Gerichtsbezirke nicht berührt. Sowohl Schönegg als auch Vorderweißenbach gehören nämlich dem Gerichtsbezirk Rohrbach an und bleiben auch dort. Für die endgültige Wirksamkeit der heutigen Verordnung ist noch die Zustimmung der Bundesregierung notwendig, diese hat auch schon signalisiert, dass sie kommen wird.

Lob vom Landeschef

Landeshauptmann Thomas Stelzer begrüßt den Reformwillen und den Pioniergeist: "Die Zusammenlegung zeigt, dass die Zusammenarbeit nicht vor Bezirksgrenzen halt macht und die Bürger den sinnvollen Fusionsgedanken unterstützen, sofern er nicht am grünen Tisch verordnet, sondern aus der Region heraus getragen wurde. Das Land Oberösterreich wird die Fusion bestmöglich unterstützen, denn hier steht der Mehrwert für die gesamte Region klar im Vordergrund."

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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