30.08.2017 20:43 |

Bis März 2018

"Migrationsnotstand" in Ungarn verlängert

Die ungarische Regierung hat den sogenannten "Masseneinwanderungs-Krisenfall" um weitere sechs Monate verlängert. "Im Sommer hat sich erwiesen, dass sich die Terrorgefahr in Europa infolge der massenhaften Einwanderung erhöht hat", sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Budapest. Der "Migrationsnotstand" ist nun bis zum 7. März 2018 in Kraft.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Zum ersten Mal hatte ihn die rechts-konservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban im September 2015 ausgerufen. Damals waren in kurzer Zeit Zehntausende Flüchtlinge und andere Migranten durch Ungarn in Richtung West- und Nordeuropa gezogen. Inzwischen schottet Ungarn sich mit Zäunen und Sperren an der Südgrenze sowie eingeschränkten Asylverfahren gegen Flüchtlinge ab.

Derzeit überwinden durchschnittlich zehn Flüchtlinge am Tag den Grenzzaun. Die meisten von ihnen werden aufgegriffen und über die Grenze nach Serbien abgeschoben. Maximal zehn Asylsuchende am Tag werden in zwei sogenannte "Transitzonen" unmittelbar an der serbischen Grenze gelassen. Dort werden sie bis zum Abschluss ihres Verfahrens praktisch interniert.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).