Terror von Sydney
Mutmaßlicher Attentäter stand erstmals vor Gericht
Der mutmaßliche Attentäter vom Bondi Beach in Sydney ist am Montag laut Medienberichten zum ersten Mal vor Gericht erschienen – per Videokonferenz aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Der 24-Jährige soll gemeinsam mit seinem Vater 15 Menschen getötet haben.
Zu den 59 Straftaten, die dem Mann zur Last gelegt werden, zählen 15-facher Mord, 40-facher versuchter Mord sowie ein Terrorvergehen. Nach Angaben der Polizei hat er die Tat vom 14. Dezember gemeinsam mit seinem 50-jährigen Vater begangen, der am Tatort erschossen wurde.
„Antisemitischer Anschlag“
Die mutmaßlichen Täter hatten mehr als 1.000 Menschen bei einer Chanukka-Feier in einem Park direkt am Bondi Beach mit Schusswaffen angegriffen. Viele der feiernden Menschen gehörten zu örtlichen jüdischen Gemeinden. Australische Behörden haben den Angriff als gezielten antisemitischen Anschlag bezeichnet.
Per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet
Der 24-Jährige wurde zu dem Termin per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet und äußerte sich während der Anhörung nicht zu den Vorwürfen. Sein Anwalt Ben Archbold sagte, es sei noch zu früh, um zu sagen, wie sich sein Mandant zu den Vorwürfen äußern werde. Er habe mit ihm noch nicht über die Einzelheiten des mutmaßlichen Angriffs gesprochen. Vor Journalisten sagte Archbold, er habe den Angeklagten im Gefängnis besucht. Seinem Mandanten gehe es angesichts der „sehr harten Bedingungen“ im Gefängnis „den Umständen entsprechend gut“. Das Verfahren soll im April fortgesetzt werden.
Strengere Waffengesetze nach Anschlag
Australiens bevölkerungsreichster Bundesstaat New South Wales hatte als Reaktion auf den Angriff mit Schusswaffen in Australien bereits im Dezember in einer Dringlichkeitssitzung weitreichende neue Gesetze verabschiedet. Damit wurden bestehende Waffengesetze verschärft, die öffentliche Zurschaustellung von Terrorsymbolen verboten und die Befugnisse der Polizei zur Einschränkung von Protesten erweitert.









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