Von Stier aufgespießt

Spanier stirbt tragischen Tod bei Stierkampf

Ausland
16.02.2026 11:09

In Spanien ist es am vergangenen Wochenende zu einem tragischen Unfall gekommen. Beim traditionellen Stierkampf in der Nähe von Salamanca, einer Stadt im Nordwesten Spaniens, hat ein Mann sein Leben verloren. In einem unachtsamen Moment hat ihn der Stier brutal attackiert.

Die Stierkampfveranstaltung in Ciudad Rodrigo lockt jedes Jahr rund 45.- bis 50.000 Zuschauer an. Das traditionelle „Fest“ findet über vier bis fünf Tage hinweg statt und ist eines der ältesten Stierkampf-Festivals des Landes.

Stich in den Brustkorb
Jetzt trauert die Stadt um einen Besucher: Der 71-jährige Eustaquio Martín ist am frühen Samstagmorgen während der ersten Stierkampfveranstaltung ums Leben gekommen. Gegen 1:00 Uhr nachts stach ein Stier dem Mann mitten in den Brustkorb, wie die spanische Zeitung „La Gaceta“ berichtet. Es war der erste Todesfall bei dem Festival seit 40 Jahren.

„Unkontrollierbare Blutungen“
Der zuständige Arzt teilte spanischen Medien mit, dass die Blutung „unkontrollierbar und katastrophal“ gewesen sei. Das Krankenhauspersonal habe nichts mehr für den Mann tun können. „Er kam unter unerträglichen Schmerzen in die Krankenstation und starb weniger als eine Minute später“, erklärte der Arzt. „Die Wunde mitten in seiner Brust hatte sein Herz teilweise zerstört und eine halbe Lunge beschädigt.“

Veranstalter schockiert
Die offizielle Seite des Festivals postete eine Stellungnahme zu dem Vorfall. „Das ist etwas, das wir niemals sehen oder erleben wollten“. Weiter stand in der Erklärung: „Wir sind schockiert.“ Dann verwiesen die Veranstalter auf einen Vorfall aus dem Jahr 1986. Damals wurde ein anderer Teilnehmer bei einem Stierkampf getötet.

Guardia Civil untersucht Vorfall
„Die Erinnerung an jenes Jahr 1986 begann mit einer anderen Ära, einer anderen Sichtweise auf unseren Karneval. Wir sahen so viele Teilnehmer, die von unseren hervorragenden medizinischen Teams gerettet wurden. Es schien, als würde so etwas nie wieder passieren“, schrieb das Festival. „Deshalb ist der Schock so schwer zu begreifen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt der Familie.“ Am folgenden Tag wurde eine Schweigeminute abgehalten, um des Opfers zu gedenken. Die spanische Guardia Civil wird eine Untersuchung des tödlichen Vorfalls vom Samstag durchführen, berichtete „La Gaceta“. 

Viele kritisieren Tierquälerei
Stierkämpfe haben in Spanien lange Tradition. Klassischerweise dauert eine Aufführung 20 Minuten und endet mit dem Tod des Tieres. Während des Kampfes mit dem sogenannten „Matador“ oder „Torero“ wird der Stier mit einem Dolch immer weiter verletzt, bis er am Schluss von dem Stierkämpfer in den Nacken gestochen und getötet wird. Viele sehen in dem Brauch Tierquälerei, weshalb er auch stark umstritten ist. Laut einer Umfrage lehnen selbst in Spanien knapp 80 Prozent der Menschen den Stierkampf ab.

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