Alles Gute zum Geburtstag? Fast! MMA-Fighter Daniel Schordje feierte seinen Ehrentag in Ostrava (Tch) mit einem Triumph vor 15.000 Fans bei OKTAGON 84. Doch der Sieg war teuer erkauft, endete im Krankenhaus.
Schordje, gebürtiger Wr. Neustädter, der mit Frau und zwei Kindern nach Graz gezogen ist, um bei den international renommierten „Ettl Bros.“ im Champions Gym seine Skills zu perfektionieren, trat in der Featherweight-Klasse an. Mit einer Profi-Bilanz von neun Siegen und nur einer Niederlage sowie einem europäischen Ranking auf Platz 47, hatte der 34-Jährige es mit Lokalmatador Lukáš Závičák zu tun, einem „Grappler“ der Extraklasse: 29 Jahre alt, zwölf Profi-Fights und beeindruckende 67 % Submission-Quote.
Allzeit bereit für den Käfig
Respektabel, aber keineswegs Angst einflößend für Daniel „Bad Moon“ Schordje. Der nahm den Kampf nur vier Tage (!) vor dem Event kurzfristig an. Beweis genug, allzeit bereit zu sein – auch für eine regelrechte Materialschlacht im Käfig ...
Runde eins begann wie erwartet am Boden: Závičák brachte Schordje auf die „Bretter“ und setzte den Rear-Naked-Choke an. Doch der Grazer zeigte seine legendären Nehmerqualitäten und befreite sich souverän. Danach startete die Offensive. Schlaghagel, brutales Dirty Boxing und harte Ellbogen prasselten auf den Tschechen ein, während Schordje zunehmend das Ruder übernahm. Runde zwei gehörte klar dem Wahlsteirer.
Blut, Schweiß und purer Wille
Im dritten Durchgang eroberte der Österreicher sogar Mount und Backmount (Sitz auf Brust bzw. Umklammerung des Gegners), während Závičák darum rang, zu „überleben“. Die letzten 30 Sekunden waren ein Schlagabtausch der Extraklasse – Blut, Schweiß und purer Wille. Die 15.000 Fans in der Ostrava Arena tobten, feierten jeden Schlag und standen kopf.
Doch Schordje behielt „Köpfchen“, die nötige Ruhe im Hexenkessel. Vor allem hörte er auf seine erfahrenen Coaches Gerhard und Michael Ettl. Die „Ettl Bros.“ verhalfen bereits dem Grazer UFC-Fighter Bogdan Grad in den Käfig-Olymp, wo er seit eineinhalb Jahren auf höchstem Niveau kämpft. Diesmal pushten sie Schordje bis an dessen Grenzen – jeder Schlag, jede Bewegung schien ferngesteuert, bis der Split-Decision-Sieg feststand.
„Der Gegner hatte so einen verdammt harten Schädel, dass ich dachte, mir die Hand gebrochen zu haben – aber ich sehe die Verletzung als Geburtstagsgeschenk von den Tschechen“, scherzte Schordje, für den es nach dem Fight sofort ins Unfallkrankenhaus ging. Dort gab es zumindest Entwarnung: kein Handbruch!
Der Gegner hatte so einen verdammt harten Schädel, dass ich dachte, mir die Hand gebrochen zu haben.
Daniel Schordje knochentrocken
Top-Einstand macht Lust auf mehr
RTL+ übertrug das Spektakel live und machte den Kampf für Millionen Zuschauer zugänglich. Für den beinharten Schordje, der gerade erst einen 4-Fight-Vertrag bei der größten MMA-Liga Europas unterschrieben hat, ist der Start bei OKTAGON 84 damit perfekt gelungen – trotz Handschmerzen.
Die Zukunft für den Grazer Champions-Gym-Fighter scheint mehr als gesichert. Mit den „Ettls“ an seiner Seite geht es für „Bad Moon“ nur noch nach oben – auch dank des selbstgemachten Geburtstagsgeschenks 2026.
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