Mordserie in London

“The Limehouse Golem” treibt sein Unwesen

Kino
30.08.2017 10:59

Jack the Ripper. Auch über 100 Jahre nach der brutalen Mordserie in London ist die makabre Faszination für den wohl berühmtesten Serienkiller der Geschichte nicht weniger geworden. Regisseur Juan Carlos Medina erzählt in "The Limehouse Golem" - basierend auf Peter Ackroyds Roman "Der Golem von Limehouse" - die Geschichte eines eiskalten Mörders, der wenige Jahre vor Jack the Ripper im viktorianischen London Männer, Frauen und Kinder niedermetzelt und von den Zeitungen als mystische Sagengestalt des Golem betitelt wird. Kinostart: 1. September.

Wir schreiben das Jahr 1880. Im heruntergekommenen Bezirk Limehouse treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der auf besonders brutale Art vorgeht. An den Tatorten hinterlässt er mit dem Blut seiner Opfer geschriebene Botschaften, die in lateinischer Sprache verfasst sind. Die Taten sind derart grausam, dass viele Menschen glauben, sie wären von einem mystischen Wesen verübt worden: dem Golem, einer aus Lehm geformten Kreatur der jüdischen Literatur.

Inspektor John Kildare (Golden-Globe-Gewinner Bill Nighy) soll den Fall lösen und dafür sorgen, dass wieder Ruhe in London einkehrt. Seine Ermittlungen führten ihn in den Dunstkreis des schillernden Dan Leno (Douglas Booth, "Jupiter Ascending"), der eine in Limehouse äußerst beliebte Music Hall leitet.

Außerdem stellt sich ihm die Frage, wie Lenos Schauspielkollegin Elizabeth Cree (Olivia Cooke, "Bates Motel"), die ihren Mann vergiftet haben soll, in die Vorfälle verwickelt ist. Als er auf eine heiße Spur stößt, wird der Ermittler selbst immer tiefer in den spektakulären Fall gezogen...

"The Limehouse Golem" erinnert mit seinen schrulligen Charakteren, dem spannenden Whodunit-Plot und einem Finale furioso an den Jack-the-Ripper-Kultfilm "From Hell" mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Regisseur Medina serviert uns ein atmosphärisch starkes Krimidrama, das in seinen besten Szenen an die britische Ausnahmeserie "Ripper Street" erinnert und von einem überzeugenden Cast (Bill Nighy sprang kurzfristig für den verstorbenen Alan Rickman ein und macht seine Sache sehr gut) getragen wird.

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