Mi, 15. August 2018

Gutachten erstellt

01.08.2017 22:46

Ermittlungen zur Flut in Lavamünd

Fast fünf Jahre ist es her, dass Lavamünd vom Jahrhundert-Hochwasser heimgesucht wurde. So lange hat auch die Klagenfurter Staatsanwaltschaft gebraucht, um herauszufinden, ob es für die Katastrophe mit Hunderttausenden Euro Schäden einen Schuldigen gibt und ob die Flut vermeidbar gewesen wäre. Jetzt steht fest, ob es zu einem Prozess wegen fahrlässiger Gemeingefährdung kommt.

Gegen die Verbund Hydro Power AG als Betreiber der zehn Draukraftwerke wurde ebenso ermittelt wie gegen ursprünglich 21 Tatverdächtige.

"Unsere Ermittlungen sind abgeschlossen, der Vorhabensbericht wurde der Oberstaatsanwaltschaft Graz vorgelegt", berichtet Staatsanwaltschafts-Sprecher Markus Kitz.

Grundlage für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft war das hydrologische Gutachten eines deutschen Universitätssachverständigen, der sogar ein Strömungsmodell erarbeitet hat, um festzustellen, wie sich der Draupegel durch Starkregen und Kraftwerksabsenkung verändert hat. Kitz: "Die Kernfrage für uns war, ob es ein falsches oder schuldhaftes Hochwassermanagement gegeben hat."

Da es sich bei dem Fall aufgrund des öffentlichen Interesses um einen sogenannten Berichtsakt handelt, ist nun die Oberstaatsanwaltschaft am Zug. Sie überprüft im Zuge der Weisungskette die Arbeit der Klagenfurter Kollegen; auch das Justizministerium könnte sich noch einmischen - dieses Prozedere dauert erfahrungsgemäß eine Weile.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.