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05.07.2017 14:32

"Einfach unverbesserlich 3": Die Minions streiken!

Das dritte Kapitel im Leben von Ex-Schurke Gru schließt einen schrulligen Zwillingsbruder, einen 80er-Jahre-Bösewicht, streikende Minions, eine Menge Kaugummi und ein Einhorn mit ein. Anders ausgedrückt: "Ich - Einfach unverbesserlich 3" (Kinostart: 6. Juli) ist selten langweilig, aber vernachlässigt die emotionale Qualität, die den ersten Teil so besonders gemacht hat.

Als wir Gru zum ersten Mal begegnet sind, war er ein grantiger Meisterdieb, der auszog, um den Mond aus dem All zu stehlen und aus komplett eigennützigen Motiven drei Waisenmädchen adoptierte, um sie in sein Verbrechen einzuspannen. Im zweiten Teil der Saga hing er sein Schurkentum dann an den Nagel und wurde zu einem verantwortungsbewussten Adoptivpapi, der sich in ein rosa Feenkostüm quetschte. Am Ende hatte er ein glückliches Zuhause geschmiedet und sogar eine Ehefrau in der Geheimagentin Lucy gefunden.

Im dritten Teil ist Gru nun Mitglied der Anti-Verbrecher-Liga und hat einen neuen Erzfeind in Balthazar Bratt, einem vergessenen Kinderfernsehstar aus den 80ern, der mit seiner tödlichen Geheimwaffe, rosa Kaugummi, hinter einem riesigen Diamanten her ist. Aber das ist nur ein Bruchteil dessen, worum es hier geht. Aus dem Nichts erhält der glatzköpfige Gru eine Einladung von seinem unbekannten Zwillingsbruder Dru, ein exzentrischer Möchtegern-Bösewicht mit einer beneidenswerten blonden Haarpracht, der den frischgebackenen Agenten des Guten zum Schurkentum zurückbekehren will. Währenddessen haben die Minions beschlossen, dass sie von Grus Dasein als Pantoffelheld gehörig die Schnauze voll haben und zetteln eine Revolte an.

Sieben Jahre sind seit dem ersten Film vergangen und es ist verständlich, dass die Macher hinter dem Franchise - das Animationshaus Illumination und Universal Studios - an einer Endlosschleife von Fortsetzungen interessiert sind, vom Merchandising einmal abgesehen. Das Solo-Leinwandabenteuer der skurrilen, tic-tac-förmigen Minions aus dem Jahr 2015 hatte sogar noch mehr Zuschauer als die Filme um Gru. Mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar liegt "Minions" in der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten aktuell auf Platz 13.

Die Minions sind mitunter der Grund dafür, warum diese Filme Milliardenumsätze machen. Diese süßen gelben Kerle machen Furzwitze auf der Leinwand noch bevor der Film beginnt, und dennoch sind sie im dritten Teil fast vollständig aus der Geschichte geschoben worden - und zwar in etwas, das sich wie ein Mini-Film im Film anfühlt.

Um fair zu sein: Dramaturgische Finesse war noch nie die Stärke dieser Filmreihe und ein ganzer Film mit "Ohhh, Banana!" könnte nerven. Aber hier tragen die Minions fast nichts zur eigentlichen Geschichte bei, genauso wenig wie Grus Kinder. Die Mädchen sind so süß wie eh und je, besonders das jüngste, Agnes, das im Wald auf der Suche nach einem Einhorn ist. Aber sie bekommen hier nicht viel zu tun.

 krone.at
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