Do, 21. Juni 2018

Fall Jennifer V.

30.05.2017 12:33

Todesursache auch nach zweiter Obduktion unklar

Auch die zweite Obduktion an der im April im Inn gefundenen Leiche der seit Anfang Februar abgängigen 26-jährigen Jennifer V. aus Wörgl in Tirol hat keine Todesursache zutage gefördert. "Die Untersuchungen am Ludwig-Boltzmann-Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung in Graz bestätigten das Gutachten der Innsbrucker Gerichtsmedizin", teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

In Graz sei nunmehr ein vorläufiges Gutachten zur Nachobduktion erstellt worden, hieß es. Ausständig sei aber noch das Ergebnis der Untersuchung auf Kieselalgen. Diese Untersuchung könnte Aufschlüsse darüber bringen, ob die Frau noch am Leben war, als sie ins Wasser geriet.

Fremdverschulden nicht ausgeschlossen
Sowohl die Innsbrucker als auch die Grazer Untersuchungen ergaben laut Anklagebehörde zwar keine Hinweise auf Fremdverschulden, allerdings könne ein solches auch nicht ausgeschlossen werden, da allfällige Zupackverletzungen durch Fäulnisveränderungen überlagert worden sein könnten und damit nicht mehr nachweisbar wären.

Schwiegervater unter Tatverdacht
Die Leiche war Anfang April in Kirchbichl im Tiroler Unterland beim Rechen des dortigen Wasserkraftwerkes aus dem Inn geborgen worden. Die 26-Jährige war am 2. Februar nach der Arbeit nicht mehr nach Hause gekommen.

In dem Fall wird der Schwiegervater der jungen Frau des Mordes verdächtigt. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft, nachdem er bereits zweimal aus dieser entlassen worden war. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der Beschuldigte die Frau von der Arbeit abgeholt hatte.

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