Brisante Umfragen:

Spitalsreform mit großen Nebenwirkungen

Mit Umfragen versucht Oberösterreichs Arbeiterkammer nun große, unerwünschte Nebenwirkungen der Spitalsreform zu belegen. Demnach meinen 71 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen (500 von IFES im März Befragte, ohne Ärzte), die Reform wirke sich nachteilig auf die Qualität der Versorgung aus.

Die im Sommer 2011 beschlossene Spitalsreform soll bis zum Jahr 2020 Einsparungen (oder Kostendämpfungen, wie ihre Befürworter sagen) in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden Euro bringen, unter anderem durch den landesweiten Abbau von 751 Akutbetten in den Spitälern. "Das bleibt nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen: Nicht einmal die Hälfte der (potentiellen) Patienten ist mit der Versorgung im Spital zufrieden und gut drei Viertel der im Gesundheitswesen Beschäftigten klagen über Zeitdruck und Stress", bringt Präsident Kalliauer zwei Umfragen auf den Punkt.

Risiko für Behandlungsfehler steigt
Besonders interessant - abgesehen von der eigenen Arbeitsbelastung - ist, wie die von IFES befragten Beschäftigten im Gesundheitswesen die Reformauswirkungen auf die Patienten beurteilen, denn die müssen es ja wissen: 88 Prozent sprechen von längeren Wartezeiten und 87 Prozent von Behandlung unter Zeitdruck. 73 Prozent meinen, es bestehe ein "steigendes Risiko für Behandlungsfehler".

Zwei Drittel geben an, dass die Personalknappheit in den Spitälern für sie ein Problem darstelle, zumal mehr Aufgaben von Ärzten auf Pfleger verlagert werden.

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