03.11.2006 17:42 |

Grund zum Feiern

20-jähriges Dienstjubiläum von Ferguson bei ManU

Als Alex Ferguson bei Manchester United zum ersten Mal das Training leitete, stand noch die Berliner Mauer, Argentinien war im Sommer Fußball-Weltmeister geworden und Wayne Rooney konnte noch nicht einmal krabbeln. Am Montag feiert der Schotte bei ManU sein 20-jähriges Jubiläum. Standesgemäß liegt sein Team derzeit sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions- League-Gruppe auf Platz eins.

Dabei galt der 64-jährige gelernte Werkzeugmacher mit Geburtsort Glasgow noch vor wenigen Monaten als Auslaufmodell. In Europa war ManU in der vergangenen Saison nicht einmal mehr über die Gruppenphase hinaus gekommen.

Im Sommer verscherbelte er Ruud van Nistelrooy, seinen erfolgreichsten Torschützen, weil er sich mit ihm zerstritten hatte. So wie er es zuvor auch mit Roy Keane und David Beckham gemacht hatte. Doch in der neuen Saison hat er es seinen Kritikern wieder mal gezeigt.

Sir Alex - 1999 von der Queen in den Adelsstand gehoben - ist ein Mann der alten Schule. Er predigt seinen Spielern eiserne Disziplin. So wie es ihm seine Eltern beigebracht haben. "Deren Erziehung hat mir für mein heutiges Leben mehr gebracht als der Fußball." Auch mit fast 65 betritt er jeden Morgen um halb acht das Trainingsgelände.

Als er 1986 in Manchester das Zepter übernahm, verbrachten die Spieler mehr Zeit im Pub als auf dem Spielfeld. Ferguson trieb ihnen das Lotterleben aus und führte den Traditionsverein 1993 zur ersten Meisterschaft seit 26 Jahren. Sieben weitere Meistertitel folgten, als Krönung 1999 der legendäre Champions-League-Triumph über Bayern München (2:1). "Dieses Finale ragt heraus, da wir uns den Sieg aus dem Nichts schnappten", sagte Ferguson rückblickend. 1999 hatte es mit Champions League, Premier League und FA-Cup-Triumph das legendäre Triple zu feiern gegeben.

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