In nur 40 Stunden

Machen Wertekurse für Islamisten wirklich Sinn?

Österreich
26.01.2017 06:00
Porträt von Richard Schmitt
Von Richard Schmitt

Eine Studie des Integrationsministeriums bestätigt nun das, was ohnehin jedem Österreicher ziemlich klar war: Dass die Integration der kürzlich Neuzugezogenen aus dem Nahen Osten und Nordafrika schwierig wird. Sogar extrem schwierig: Fast die Hälfte der nun befragten Syrer, Afghanen, Algerier etc. stellt religiöse Gebote über unsere Gesetze, 80 Prozent wollen "religiöse Bekleidungsvorschriften" auch in unserem Wien (wir berichteten).

Richtige Optimisten lassen sich aber von derartigen Details nicht beirren - so präsentiert etwa NEOS-Chef Matthias Strolz (ja, der mit dem Baum) flugs eine supertolle Idee gegen das Integrations-Fiasko: Die Wertekurse für Nicht-Österreicher müssten einfach von derzeit acht auf 40 Stunden verlängert werden ...

Lieb. Auch jene Problem-Migranten, die sich am iPhone Abschlacht-Videos durchgeknallter IS-Barbaren reinziehen, werden dann in nur 40 Wertekurs-Stunden zu guten, friedlichen Mitbewohnern. Sie verachten dann - schwuppdiwupp - die Scharia samt Steinigung und Handabhacken, spüren plötzlich keinen Hass mehr auf jüdische Mitbürger, wollen keine Homosexuellen mehr von Hausdächern in den Tod schubsen, sind wahre Feministen und würden natürlich alle gerne bei Alice Schwarzers Frauenmagazin mitschreiben.

Aber sicher. Träumt weiter.

Apropos IS: Ein Leser fragte, warum die Stadt Wien noch immer der Gattin und den sechs Kindern des 2016 zu 20 Jahren Haft verurteilten bosnischen Hasspredigers und Ex-Flüchtlings Mirsad O. monatlich 2700 Euro netto an Mindestsicherung und Kindergeld auszahlt. Das Kriegsende in Bosnien (1995) hätte sich ja mittlerweile bis zur Sozialstadträtin durchsprechen können.

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