Tragischer Unfall?

Mit Kugel in der Brust herumgetollt

Stundenlang tollte ein 13-jähriges Mädchen aus Offenhausen mit einer Gewehrkugel in der Brust herum, ohne große Schmerzen zu fühlen. Erst im Bett bekam Tina plötzlich keine Luft mehr, musste notoperiert werden. Jetzt sucht die Polizei den Schützen des Projektils, das nur knapp die Lunge des Kindes verfehlt hatte.

Am Rücksitz kurvte die 13-jährige Tina K. mit ihrer Freundin am Mofa durch Offenhausen, als sie am Montag gegen 14.30 Uhr plötzlich einen Stich unterhalb des linken Schulterblatts spürte. Da nichts weiter war, dachte sich das Mädchen nicht viel dabei. Sie spielte noch mit Freunden, aß mit der Familie zu Abend und las noch ein Buch. Dass sie die ganze Zeit eine Gewehrkugel im Oberkörper stecken hatte, das bemerkte sie nicht. Auch als sie zu Bett ging, sah sie kein Blut am Leiberl, dachte schon gar nicht mehr an den Stich in der Schulter.

In der Nacht kamen plötzlich Schmerzen
Doch in der Nacht zum Dienstag bekam die Schülerin plötzlich starke Schmerzen, litt an Atemnot. Tina weckte ihre Eltern, die sie ins Welser Spital brachten. Dort kamen die Mediziner zur erschreckenden Diagnose: Schussverletzung!

Chirurgen holten eine Kugel Kaliber 22 aus der Brust des Mädchens. Sie war im Rücken eingedrungen, knapp an der Lunge vorbei durchs Fleisch gegangen und stecken geblieben. „Das Mäderl ist außer Gefahr“, wissen Gunskirchner Polizisten, die nun nach dem Schützen fahnden.

 

Symbolfoto

Dienstag, 22. Juni 2021
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