Do, 16. August 2018

Schweiz-Niederlage

18.11.2015 10:46

Dragovic: "Besser jetzt als bei der EM"

Das österreichische Nationalteam hat sich das herausragende Länderspieljahr 2015 am Dienstag nicht von der abschließenden Niederlage gegen die Schweiz (1:2) vermiesen lassen. Sieben Monate vor der EM in Frankreich kann das Ergebnis aber auch als Warnschuss verstanden werden. "Besser wir verlieren jetzt als bei der EM", so Abwehrchef Aleksandar Dragovic. Alle Tore des Spiels sehen Sie oben im Video.

"Aus der Niederlage wollen wir vieles mitnehmen, uns weiterentwickeln und dazulernen", erklärte ÖFB-Star David Alaba. "Wir haben gesehen, dass es auf diesem Niveau sehr schnell bestraft wird, wenn wir vorne die Chancen nicht machen."

Dabei hätten die Österreicher das Spiel über weite Strecken dominiert. "Wir haben gezeigt, dass wir auch das Spiel machen können", sagte Alaba. "Es wäre gelogen, wenn wir jetzt glücklich wären. Aber wir wollen das Positive aus dem Spiel mitnehmen und aus dem Negativen lernen."

Arnautovic: "Waren bessere Mannschaft"
Bei vielen Spielern überwogen die positiven Aspekte. "Wir haben das Spiel verloren, aber wir waren die bessere Mannschaft", meinte Marko Arnautovic. "Wir müssen uns damit zufriedengeben, dass wir das Jahr gut absolviert haben. Unser Hauptziel war die Qualifikation für die EM. Das haben wir geschafft ohne Niederlage. Da kann man richtig stolz sein darauf."

Am 12. Dezember geht in Paris die EM-Auslosung über die Bühne. Mittlerweile stehen auch die Lostöpfe fest. "Wir wissen, dass wir eine schlagkräftige Truppe haben", betonte Kapitän Christian Fuchs. "Wir haben das Selbstvertrauen." Das Schweiz-Spiel sei "wieder ein Zeugnis, dass wir es können, dass wir es draufhaben". Auch wenn am Ende die erste Niederlage des Jahres herausschaute.

"Es war ein guter Test. Die Schweiz ist spielerisch eine sehr starke Mannschaft", erklärte Abwehrchef Aleksandar Dragovic, von 2011 bis 2013 selbst zweieinhalb Jahre in Basel tätig. "Es war ein Freundschaftsspiel zum Glück. Besser wir verlieren jetzt als bei der EM. Es sind noch sieben Monate. Wir sind hungrig und werden uns sehr gut vorbereiten." Die junge Mannschaft habe viel Potenzial. "Aber wir müssen weiterarbeiten mit 100 Prozent. 90 Prozent reichen nicht."

Baumgartlinger: "Leistung war nicht schlecht"
Ähnlich sah das sein Vordermann Julian Baumgartlinger. "Die Leistung war nicht schlecht. Wir haben einen Gegner, der von der Qualität in unserem Dunstkreis ist, über 90 Minuten dominiert", meinte der Mittelfeldspieler. "Wir sind auf einem guten Weg, aber der Weg und die Entwicklung sind noch nicht zu Ende."

Mit Torhüter Robert Almer, Zlatko Junuzovic, Martin Harnik und Marc Janko waren mehrere Stammkräfte ausgefallen. Nach einer Minute musste auch noch Innenverteidiger Sebastian Prödl mit einer Wadenverletzung vom Platz. Da den Ersatzleuten das Konzept von Teamchef Marcel Koller bekannt sei, habe sich die Auswirkung auf das Spiel in Grenzen gehalten, meinte Baumgartlinger. "Es war keine große Umstellung. Wir haben auch auf der Bank qualitativ sehr gute Spieler. Das wird für die EM wichtig sein."

Marcel Sabitzer, Kollers Allrounder in der Offensive, ist so ein Mann. Er durfte als Junuzovic-Ersatz aber nur bis zur Pause agieren. "Als junger Spieler musst du auch in solchen Situationen sein. Ich werde den Bann jetzt nicht brechen über ihn", betonte der Teamchef. Er habe dem 21-Jährigen geraten, auch mal etwas zu versuchen, Risiko zu nehmen. "Da sind dann auch Fehler drin, das kann ich akzeptieren."

Koller: "Niederlagen gegen die Schweiz am liebsten"
Genauso wie die Niederlage gegen sein Heimatland. "Niederlagen, ob jetzt gegen die Schweiz oder sonst jemanden, ärgern mich immer", sagte Koller. "Aber gegen die Schweiz ist es mir noch am liebsten. Besser, dass es jetzt passiert ist als im nächsten Jahr bei der EM." Man kenne nach einem Jahr das Gefühl wieder, zu verlieren, "was auch wichtig ist, dass man mal ein bisschen herunterkommt."

2016 wollen die Österreicher wieder angreifen. Oder wie es Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker formulierte: "Wir gehen trotzdem mit breiter Brust ins nächste Länderspiel-Jahr."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Nach WM-Debakel
Juventus-Star Khedira: Kein Team-Rücktritt!
Video Fußball
„Wird nicht einfach“
Geisterspiel für Red Bull Salzburg bei Roter Stern
Fußball International
Europa-League-Quali
LIVE: Gelingt dem SK Sturm das Wunder von Larnaka?
Fußball International
McLaren statt Red Bull
Es ist fix! Sainz wird Nachfolger von Alonso
Formel 1
„Greif in die Tasche“
Real-Pleite: Fans fordern Topersatz für Ronaldo
Fußball International
Thilo Kehrer
Mega-Transfer: PSG schnappt sich Schalke-Youngster
Fußball International
Österreich auf Rang 23
Weltmeister Frankreich neue Nr. 1 in Weltrangliste
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.