Verfolgungsjagd

Amokfahrer (15) droht sogar eine Haftstrafe!

Diese Dummheit wird ihm noch lange nachhängen: Jenem 15-Jährigen aus Regau, der sich am Wochenende zwischen Redlham und Vöcklabruck eine lebensgefährliche Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte (siehe auch Grafik), drohen bis zu 1,5 Jahre Haft. Er hatte fünf Ampeln ignoriert, ein Auto gerammt, eine Verkehrsinsel touchiert und den Wagen seiner Cousine verschrottet.
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Wäre der 15-jährige Mechanikerlehrling aus Regau bei der Polizeikontrolle in Redlham einfach stehen geblieben, wäre er noch mit verhältnismäßig wenigen Verwaltungsstrafen davongekommen. Doch er entschied sich für den falschen Weg und stieg stattdessen aufs Gaspedal: Fast zehn Kilometer weit jagten Polizisten den Burschen, der rücksichtslos davonbrauste. Fünf rote Ampeln, ein Stopp-Schild, eine durchbrochene Polizeisperre, einen Frontal-Crash und eine touchierte Verkehrsinsel später gab sein Motor den Geist auf und er wurde gefasst. Erwartet hatten die Beamten wohl einen alkoholisierten Lenker, doch ihnen blickte ein halbes Kind entgegen.

Junges Alter mildert die Strafe
Strafmündig ist der Regauer aber schon, das Strafmaß bei Widerstand gegen die Staatsgewalt liegt bei bis zu drei Jahren Haft, jenes für Gefährdung der körperlichen Sicherheit bei bis zu drei Monaten Haft oder einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen. Weil er jugendlich ist, werden die Höchststrafen halbiert. Ihm drohen also immer noch bis zu 1 Jahre Haft! Strafmildernd wird seine Unbescholtenheit gewertet werden, erschwerend die Zahl der Delikte. Natürlich gibt es für Jugendliche oft auch Alternativen zur Gefängnisstrafe, wie etwa gemeinnützige Arbeit, die der Verein Neustart vermittelt. Außerdem kann die Strafe auch bedingt ausgesprochen werden. Verfolgungsjagden mit der Polizei sind natürlich gefährlich, gingen aber in der Vergangenheit in Oberösterreich meist doch glimpflich aus.

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