Hedwig Eva Maria Kiesler - ein gutbürgerlicher Name, der in den USA zu Hedy Lamarr werden sollte. Unvergessen ihre gewagten Nacktszenen in ihrem ersten Film "Ekstase" (1933), ihre erotisch-sinnliche Aura, ihr Madonnengesicht, in dem die Sünde loderte. Ihr erster Mann, der Waffenfabrikant Fritz Mandl, den sie erst 19-jährig ehelicht, versucht vergeblich, alle Kopien des Skandalfilms aufzukaufen - und Hedwig zu halten. Vergeblich, denn es werden ihm noch fünf Ehemänner folgen.
Die Aktrice, die an der Seite von Spencer Tracy, Clark Gable, James Steward oder William Powell zur Leinwandgöttin aufblüht, besticht auch durch innovativen Geist, tüftelt sie doch eine Methode der abhör- und störungssicheren Funkübertragung aus, die heute Grundelement moderner Telekommunikation ist.
In Anspielung auf Hedy Lamarrs Leidenschaft für das Telefonieren schuf Regisseur Georg Misch einen unkonventionellen Montage-Mix aus Filmszenen und einer in Form von Telefongesprächen inszenierten Annäherung an die Diva, die auch Mutter war.
So ist "Calling Hedy Lamarr" letztlich auch posthume Kontaktaufnahme ihres Sohnes Anthony Loder auf der Suche nach den Fragmenten seiner Kindheit im Schatten von Lamarrs Starruhm. Ein Portät zwischen Wahrheit, Wunsch und Würde.
Regie und Buch: Georg Misch
Darsteller: Anthony Loder, Denise Loder-DeLuca, Charles, Edie und Caitlin Stansel, Hans Janitschek, Peter Shen, Sgt. Major Roy Dunnegan, Arlene Roxbury
Von Christina Krisch und Krone.at; Alle Bilder (c) Polyfilm








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