Mo, 18. März 2019
01.04.2015 17:38

Böen mit 191 km/h

Sturm "Niklas" machte Frühlingsstart den Garaus

Statt Sonne und milden Frühlingstemperaturen ist am Dienstag und in er Nacht auf Mittwoch das Sturmtief "Niklas" durchs Land gezogen. Auf der Zugspitze wurden Orkanböen mit bis zu 191 km/h gemessen. In den Ötztaler und Stubaier Alpen wütete der Wind teilweise mit Tempo 151 und mehr - in Oberösterreich hat "Niklas" auch ein Todesopfer gefordert.

Österreichweit rückten Feuerwehrleute zu Tausenden Einsätzen aus. Besonders in Oberösterreich bescherte "Niklas" den Einsatzkräften turbulente Stunden, 980 Notrufe gingen in knapp 24 Stunden ein. Zu Spitzenzeiten wurde alle 21 Sekunden eine Wehr alarmiert, hieß es aus der Landeswarnzentrale. Ein 63-Jähriger verunglückte am Dienstag in Mauthausen (Bezirk Perg) tödlich, als er versuchte, seine Terrassenüberdachung zu sichern.

In Mining (Bezirk Braunau) wurde ein 45-Jähriger schwer verletzt, als sich ein Baum in seinen Kleinbus bohrte. Ebenfalls verletzt wurde am Dienstagnachmittag ein 19-jähriger Oberösterreicher bei einem Kitesurf-Unfall in Podersdorf (Bezirk Neusiedl am See). Er war von einer Windböe erfasst und auf einen Campingplatz geschleudert worden. Am Dienstagabend stürzten zwei Bäume auf die Tauernautobahn (A 10), ein Autolenker konnte nicht mehr ausweichen, blieb bei dem Unfall aber unverletzt.

Mehr als 200 Feuerwehreinsätze gab es in Tirol. Zahlreiche Gebäude wurden abgedeckt, umgerissene Bäume führten zu Verkehrsbehinderungen. In Aschau im Zillertal (Bezirk Schwaz) wurde ein Auto laut Polizei von einem Baum getroffen. Dabei wurde ein neunjähriges Mädchen verletzt. Der Sturm verursachte am Dienstag auch zahlreiche Leitungsausfälle, gegen 18.30 Uhr waren rund 8.000 Haushalte ohne Strom. In Niederösterreich rückte die Feuerwehr binnen sechs Stunden zu 185 Einsätzen aus. 90 Prozent betrafen umgestürzte Bäume. Kaum Probleme und lediglich vereinzelte Einsätze gab es in der Steiermark und in Kärnten. In Spital an der Drau deckten starke Windböen am Dienstagabend ein Mehrparteienhaus ab, die Bewohner wurden evakuiert.

ÖBB: "Züge fahren pünktlich"
"Die Züge fahren pünktlich, einzig Richtung München müssen Reisende in Rosenheim noch in den Bus umsteigen", erklärte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel am Mittwoch. In der Früh hatten Ausläufer des Sturmtiefs noch für kleinere Verkehrsprobleme in Wien gesorgt. Ein Gewitter samt Graupelschauern legte in den Morgenstunden insgesamt 18 Ampelanlagen lahm. Prinzipiell ist im Straßenverkehr besondere Vorsicht geboten: Denn noch bis zum 15. April gilt die "situative Winterausrüstungspflicht". Autofahrer müssen also noch zwei Wochen bei Schnee, Matsch oder Eis mit Winterreifen unterwegs sein. Für Lkws gilt die Pflicht unabhängig von der Witterung.

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