Gewaltiger Abflug

Downhill-Shootingstar mit Horror-Crash in Kanada

Sport-Mix
15.10.2026 11:25
Porträt von Vorarlberg Sport
Von Vorarlberg Sport

Die Vorarlbergerin Lina Frener war DIE große Aufsteigerin der heurigen Mountainbike-Saison. Die Downhillerin landete nach zwei Siegen und drei dritten Plätzen im Juniorenweltcup auf Rang zwei, kürte sich auch zur Staatsmeisterin. Nun ließ ein Crash der 18-Jährigen beim „Red Bull Hardline“-Event in Kanada bei vielen aber den Atem stocken.

„Das wildeste Mountainbike-Wochenende steht in Kanada vor der Tür. Red Bull Hardline British Columbia findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 am Cypress Mountain nördlich von Vancouver statt und wird die Grenzen des Möglichen auf zwei Rädern neu definieren“, ist auf der Homepage des „Red Bull Hardline“-Events zu lesen. Ein Einladungsrennen, bei dem seit 2014 die Besten der Szene messen. „Red Bull Hardline ist als das extremste Downhill-Rennen der Welt bekannt und vereint Geschwindigkeit, Präzision und Nervenstärke.“

Heuer kam auch erstmals die Bregenzerin Lina Frener in den Genuss ein Ticket für die Kanada-Premiere der Mountainbike-Show zu bekommen. Und da sorgte der Shootingstar der Szene gleich für eine gewaltige Schrecksekunde.

Der Crash passierte kurz nach dem Start beim „Canuck Drop“.
Der Crash passierte kurz nach dem Start beim „Canuck Drop“.(Bild: Red Bull Hardline)

Frener beweist einmal mehr Mut
Frener war quasi als Versuchskaninchen unterwegs, testete als erste Frau die Passage „Canuck Drop“. Ein gewaltiger Sprung, bei dem die Rider von einer Holz-Rampe auf eine andere, mehrere darunter liegende Holz-Rampe  springen. Die Racerin der NORCO Adidas Race Division stürzte sich auch furchtlos über das Hindernis, sprang allerdings etwas zu weit (siehe Video unten).

Harter Aufschlag
Anstatt auf der unteren Holzrampe landete sie auf erdigem Untergrund. Das Vorderrad knickte ein, Frener knallte in der Folge hart mit Kopf und Oberkörper auf einer Steilkurve auf und überschlug sich. Brille und Teile ihres Helms wurden weggeschleudert, sie und ihr Downhill-Bike kamen direkt auf der Strecke zu liegen.

Rennen am Freitag
Doch nur Sekunden nach dem Crash erfolgte bereits das Aufatmen. Frener stand auf, riss die Arme in die Höhe, jubelte und signalisierte, dass ihr wohl nichts Gröberes passiert ist. Der Jubel beim Publikum: groß! Bleibt abzuwarten, wie fit die Vorarlbergerin für das Rennen am Freitagabend (MESZ). Fakt ist aber: Allein mit dem spektakulären Abflug hat sie dem Event ein wenig ihren Stempel aufgedrückt.

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