Rückgang um 50 Prozent

Dürre trifft Kleinwasserkraft besonders heftig

Kärnten
24.08.2026 05:00

Kärnten ist als Wasserkraftland von den geringen Niederschlägen auch energietechnisch betroffen. Besonders leiden Kleinwasserkraftwerke darunter, die sonst schon mit wasserarmen Gewässern arbeiten. 

In „normalen“ Jahren produzieren die 385 Kärntner Kleinwasserkraftwerke rund 855 Millionen Kilowattstunden Strom. Doch die geringen Niederschlagsmengen setzen nicht nur der Landwirtschaft zu. „Bereits im Winterhalbjahr gab es zu wenig Niederschlag, das setzte sich im Frühling fort. Im Sommer gab es bisher so gut wie keinen“, erklärt Paul Ablinger, Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich. „Dadurch steuern einzelne Kraftwerke auf teils unter 50 % der Jahresproduktion und entsprechend niedrigen Ertrag zu.“

Der Branchenvertreter wünscht sich daher ähnliche Unterstützung wie für die Landwirtschaft. „Strom ist für unsere heutige Gesellschaft fundamental wichtig“, betont Ablinger. „Während für die Landwirtschaft Hilfspakete diskutiert werden, ist die Kleinwasserkraft bisher kein Thema.“ Um die vorgeschriebene Mindestwassermenge einzuhalten und den ökologischen Verpflichtungen nachzukommen, stehen sogar Abschaltungen im Raum.

Das würde die ohnehin schwierige finanzielle der kleinen Betreiber weiter verschlimmern – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem Investitionen notwendig wären. „Wir müssen jetzt investieren, um einen langfristig Nutzen generieren zu können“, betont Ablinger. Denn die hohen Startkosten würden dann teils über eine Laufzeit von über 100 Jahren erst wieder hereingeholt werden.

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