Freiheitliche toben

Viele Fragen rund um das Hallenbad noch ungeklärt

Kärnten
21.08.2026 18:00

Der Neubau des Klagenfurter Hallenbads sorgt für politische Diskussionen. FP-Stadträtin Sandra Wassermann fordert mehr Kontrolle durch den Gemeinderat. Bei dem 72-Millionen-Euro-Projekt seien zentrale Fragen noch offen. Derzeit werde zu viel Politik im Hinterstübchen gemacht.

Das Projekt wird derzeit mit insgesamt 72 Millionen Euro veranschlagt. In dieser Summe sind 4,4 Millionen Euro für das neue Olympiazentrum enthalten. Dieses soll vom Stadionsportpark zum neuen Hallenbad übersiedeln. Die Eröffnung des neuen Hallenbads ist weiter für 2028 vorgesehen. Bisher wurde vor allem im Untergrund gearbeitet. Ab September soll die Baugrube ausgehoben werden. Danach kann mit dem Bau des dreigeschossigen Gebäudes begonnen werden.

Ab September soll der Bau für das Hallenbad beginnen.
Ab September soll der Bau für das Hallenbad beginnen.(Bild: Christian Krall)

Wer bezahlt den jährlichen Abgang?
Wassermann verlangt allerdings schon jetzt konkrete Antworten. Sie will wissen, wie hoch die künftigen Eintrittspreise ausfallen werden. Auch die geplanten Sozialtarife für einkommensschwache Familien seien offen. Ebenso müsse geklärt werden, welche Kosten auf Sportvereine zukommen. Besonders wichtig sei außerdem die Frage nach dem jährlichen Betriebsabgang. Dabei gehe es darum, ob diesen die Stadt oder die Stadtwerke tragen werden.

„Die Bürger finanzieren dieses Hallenbad mit ihrem Steuergeld“, betont Wassermann und fordert deshalb volle Transparenz. Der Gemeinderat sei heuer noch nicht über den aktuellen Baustand informiert worden. „Derzeit wird gerade die neue Zufahrt. Das ist unser Projekt, kostet zwei Millionen Euro“, sagt die Straßenbaureferentin. „Zudem muss die Stadt 200.000 Euro für den Bus aufbringen, der im 20-Minuten-Takt verkehren soll.“

Laut Stadtwerke-Vorstand Jürgen Smole liegt das Projekt im Zeit- und Kostenplan. Der Villacher spricht von umfangreicher Berichterstattung. Es gebe Lenkungsausschüsse und regelmäßige Ausschusssitzungen im Rathaus. „Wir informieren ausführlich.“

FP-Stadträtin Sandra Wassermann hat wegen dem Hallenbad auf den Tisch.
FP-Stadträtin Sandra Wassermann hat wegen dem Hallenbad auf den Tisch.(Bild: FPÖ)

Stadtchef will soziale Eintrittspreise
Bürgermeister Christian Scheider gibt sich zurückhaltend. Er erinnert daran, dass die FP gegen den Neubau des Hallenbads gestimmt habe. Das Projekt liege nach seinen Angaben genau im geltenden Finanzplan. „Noch hat der eigentliche Bau des Gebäudes gar nicht begonnen. Bei den Eintrittspreisen wollen wir sozial leistbare Tarife anbieten.“

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