Salzburger Liga

Ausschluss kostete Puch den Sieg im Start-Hit

Zum Saisonstart in der Salzburger Liga kam es am Freitagabend zum ersten vermeintlichen Schlagerspiel in Puch. Die nach Abgängen doch nicht als Titelkandidat startenden Hausherren lagen gegen Eugendorf auf Siegkurs, mussten sich aber mit einem 3:3 begnügen. Die Aufsteiger sorgten ebenso für alles andere als Langeweile.

Zur Pause staunten die Zuschauer nicht schlecht. Denn nicht die hoch gehandelten Gäste – 15 Änderungen im Kader gegenüber der Vorsaison – brillierten, sondern die Heimischen. „Aus drei Chancen haben wir drei Tore gemacht. Puch ist kalt wie eine Hundeschnauze“, fand Kapitän und Trainer Patrick Schober. Das Pausen-3:1 hielt aber nicht bis zum Ende. Denn kurz nach Wiederanpfiff kippte die Partie mit einem Ausschluss. An der Mittellinie erwischte Jungspund Karl Gästeakteur Bachler in der Drehung mit dem Arm am Hals. „Das Spiel war unterbrochen. Nach der Theatralik von Bachler, der sich am Boden krümmt, dann 45 Sekunden später Rot zu geben ist ein Skandal“, war Schober fassungslos. Letztlich waren sich er und Eugendorfs neuer Betreuer Florian Königseder aber einig: „Das Unentschieden ist in Summe gerecht.“ Königseders Händchen bei Wechseln machte sich bezahlt: Fesl holte erst einen Strafstoß zum 2:3 heraus, fixierte selbst das 3:3.

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Puch kalt wie eine Hundeschnauze. Aus drei Chancen drei Tore gemacht. Vor der Pause war das einfach eine geile Partie von uns.

Puch-Coach Patrick Schober war beeindruckt

Später SAK-Sieg in Berndorf
Einen Sieg rettete indes der SAK. Die Nonntaler siegten zum Ligadebüt von Übungsleiter Heimo Pfeifenberger  2:1 bei Aufsteiger Berndorf. Nach einem aberkannten Abseitstor brachte Ex-Profi Offenbacher die Städter nach einer Stunde per Foulelfmeter in Front. Als Lukas Rösslhuber nach einem Lattentreffer per Kopf abstaubte, rochen die Flachgauer an der Überraschung. Doch Stürmer Lürzer fixierte ganz spät den Sieg von Blau-Gelb. „Sie sind ambitioniert gestartet, Kompliment an Berndorf. Es war das erwartet schwere Spiel. Am Ende sind wir glücklich, den Sieg noch geholt zu haben“, meinte SAK-Boss Walter Larionows. „Schade. Aber das wird uns in dieser Liga wohl noch öfter erwarten. Da bringen sie den Ball am Ende auf Lürzer und da war nichts mehr zu halten“, trauerte Berndorf-Sportchef Werner Baier durchaus einem Punktgewinn nach.

Positive Nachricht bei den Heimischen: Nach seiner schweren Beinverletzung in der Vorwoche sah Jacob Mitterbauer seinen Kollegen am Platz wieder zu. „Bei der Operation ist alles gut gegangen. Wenn er weitermachen will, kann Jacky im März oder April vielleicht wieder einsteigen, wenn der Heilungsverlauf es zulässt“, zeigte sich Baier optimistisch.

Liga-Dino vernaschte Klub-Küken
Rund ging es derweil in Straßwalchen, wo Aufsteiger ATSV Salzburg sein Ligadebüt gab. Und der Dino – seit 2003 dabei – hatte gegen das erst 2013 zur Welt gekommene Küken beim 5:0 leichtes Spiel. „So leicht erwischst du sie nie mehr. Das muss eigentlich 10:0 ausgehen“, fand Coach Maxl Scharrer nach einem wahren Sturmlauf seiner Truppe. Doch just Knipser Mathias Chudoba erwischte nicht seinen besten Tag und traf „nur“ zweimal. „Er hatte Chancen auf fünf Tore. Da muss er noch zielstrebiger werden, um weiterzukommen. Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau. Deshalb bin ich aber auch nicht ganz zufrieden mit dem Spiel“, resümierte Scharrer.

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