Vor dem Start in die Salzburger Liga-Saison ist Bürmoos der große Gejagte, den vorm Jubiläum alle auf dem Zettel haben. Breiter Verfolgerpulk und Aufsteiger als Außenseiter im Abstiegskampf. Eine Prognose.
„Wir sind richtig froh, dass es wieder losgeht“, bekommt man unisono von den Teams der Salzburger Liga zu hören. Bevor der Ball aber auch in der höchsten Amateurliga des Landes rollt, bohrte die „Krone“ noch etwas tiefer und bat die 16 Vereine um eine Einschätzung der Liga.
Der große Favorit: Egal ob man Trainer, Funktionäre, Spieler oder Liga-Kenner um Meisterkandidaten fragte, ein Name fiel (fast) immer: Bürmoos. Mit Grödig und Hallein haben die letztjährigen Dominatoren die Liga verlassen, da ist der Vorjahresdritte natürlich die logische Wahl. Im Vergleich zum Großteil der Liga blieb der Kader der Flachgauer aber zusammen und wurde punktuell verstärkt.
Wir wollen natürlich vorne dabei sein. Für viele Spieler ist es aber Neuland, in jeder Partie der Favorit zu sein.
Valentino JOVIC, Cheftrainer SV Bürmoos
Wie sehen es die Bürmooser selbst? „Wir wollen natürlich vorne dabei sein. Für viele Spieler ist es aber Neuland, in jeder Partie der Favorit zu sein“, erklärte Trainer Valentio Jovic. Das klare Ziel sei eine Endplatzierung in den Top-Drei. Vor allem das 100-jährige Vereinsjubiläum spielt eine große Rolle. „Gerade in dieser Saison wollen wir das Maximum aus uns rausholen. Wenn dabei der Meistertitel rausspringt, werden wir uns nicht beschweren“, grinste der Übungsleiter.
Salzburgligist Eugendorf mit 15 Veränderungen
Die Mitstreiter: Oft genannt wurde auch Eugendorf. Die Truppe von Trainer-Neuzugang Florian Königseder habe sich gut verstärkt und soll diese Saison ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden. „Aber wir haben 15 Änderungen im Kader. Es wird dauern, bis sich alles eingespielt hat“, warnt der Übungsleiter. Weiters werden die üblichen Verdächtigen um den SAK, Straßwalchen und als gefährliche Außenseiter Puch und Siezenheim in den Topf geworfen.
Vom Titel spricht von diesem Quartett aber niemand. „Wir würden den Top-Fünf-Platz aus dem Vorjahr gerne bestätigen“, erklärte Straßwalchen-Trainer Markus Scharrer. Auch Siezenheim-Pendant Felix Auinger verweist auf die Ausgeglichenheit der Liga: „Es kann schnell schwerer werden, als man vielleicht glaubt. Jeder kann hier jeden schlagen.“ Das beweist auch das Bürmoos-Aus im Landescup gegen Berndorf.
Stevic: „Peilen einen Platz im Vorderfeld an“
Die Überraschungen: Eine Mannschaft, die ganz oben angreifen könnte, ist Neumarkt. Den Wallerseern wird ein starker Kader nachgesagt, der schwer zu bespielen ist. „Und wir peilen einen Platz im Vorderfeld an“, gab sich Coach Stanislav Stevic im Vorfeld selbstbewusst.
Großen Respekt haben die restlichen Vereine auch vor den Seekirchen Juniors. „Wir müssen uns erst einmal an das Niveau gewöhnen, aber wir wollen uns schon etablieren“, hat Coach Patrick Schöberl ein klares Ziel. Seine blutjunge Truppe ist in der Vorsaison durch die 1. Landesliga durchmarschiert. Mit Golling wird einem weiteren Aufsteiger einiges zugetraut. „Es wird diese Saison sehr ausgeglichen sein, unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, hofft Trainer Philip Buck nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Die Absteiger: „Sowohl oben als auch unten wird sich niemand absetzen können“, prophezeit Buck. Gefühlt wird sich die halbe Liga im Abstiegskampf befinden. Als größte Außenseiter gelten für die meisten Vertreter Rückkehrer Berndorf, das zuletzt im Landescup mit Mitterbauer eine wichtige Stütze verlor, sowie ATSV – beide starten heute in die Saison.
ATSV Salzburg mit starker Vorbereitung
Stadtklub ATSV, der der serbischen Diaspora zugeordnet wird, präsentierte sich in der Vorbereitung stark dezimiert, gab fast alle Stützen ab. Allgemein weiter hinten erwartet werden auch Henndorf und Schwarzach. Beide strichen vergangene Woche in der zweiten Cuprunde die Segel.
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