Mordalarm in NÖ

Kampfsportler erschlägt Online-Flirt im Streit

Niederösterreich
06.08.2026 15:00

Ein 18-jähriger Ungar steht in Langenzersdorf (NÖ) unter dringendem Mordverdacht – er soll eine Internet-Liebelei ins Haus von Nachbarn eingeladen haben, dort kippte die Stimmung ...

Schockstarre herrscht am Donnerstag beim „Krone“-Lokalaugenschein im niederösterreichischen Langenzersdorf, nicht nur wegen der extremen Hitzewelle.

In den frühen Morgenstunden raste die Polizei nach einem ersten Alarm in die örtliche Krottendorfer Straße. Dort wurde in einem aktuell unbewohnten Haus umgehend eine Leiche entdeckt. Laut ersten Informationen ist das Opfer ein 29-jähriger Wiener.

Treffpunkt für „Kennenlernen“ im Haus der Nachbarn
Was sich in der Nacht zuvor am Tatort abgespielt haben soll, beschäftigt die Mordgruppe des LKA-NÖ: Zwei junge Männer, die sich offenbar erst vor Kurzem über soziale Medien kennengelernt hatten, planten offenbar ein Stelldichein. Der verhängnisvolle Treffpunkt war das Nachbarhaus eines 18-Jährigen – die Besitzer waren auf Urlaub.

Fakt ist: Eine Auseinandersetzung endete anschließend tödlich. Der angereiste Online-Flirt Akhil G. soll mit gezielten Schlägen und Tritten vom ungarischen Taekwondo-Nachwuchstalent erschlagen worden sein. Denn von einer Tatwaffe fehlt jegliche Spur.

Am Tatort in NÖ wurden zahlreiche Spuren – im und auch vor dem betroffenen Haus – gesichert.
Am Tatort in NÖ wurden zahlreiche Spuren – im und auch vor dem betroffenen Haus – gesichert.(Bild: Krone KREATIV)

Schwere Gesichtsverletzungen, schweigen bei Einvernahme …
Als die Polizei nach dem Notruf von Freunden eintraf, bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Grauens: Der Ältere lag mit schweren Gesichtsverletzungen am Boden, jede Hilfe kam zu spät. Der Jüngere wurde widerstandslos verhaftet. Bei seiner ersten Einvernahme zeigte sich der verdächtige Jugendliche wenig gesprächig.

Zitat Icon

Seit in der Früh rennt die Polizei durch die Gasse, aber keiner sagt ein Wort. Furchtbar, den Burschen hat man hier immer wieder gesehen.

Anrainer Hans A. (83)

Der Hausbesitzer, ein Ingenieur, erklärt auf Nachfrage nur: „Die Sache ist furchtbar, mehr will ich nicht dazu sagen.“ Die Nachbarschaft rätselt, man kennt den als höflich und freundlich beschriebenen 18-Jährigen und seine Familie gut.

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