Gianni Infantino sieht sich nach seinem krachend gescheiterten Investorendeal mit scharfer Kritik aus diversen Lagern und Rücktrittsforderungen konfrontiert. So könnte der FIFA-Präsident stürzen …
Ob der Widerstand bereits eine kritische Masse erreicht hat, bleibt abzuwarten. Die britische „Times“ berichtete am Wochenende, dass sich der umstrittene Chef des Fußball-Weltverbandes einer außerordentlichen Sitzung des FIFA-Rats stellen könnte, auf der er zum Rücktritt aufgefordert werden solle.
Dieses sogenannte FIFA-Council ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Organisation zwischen den FIFA-Kongressen und besteht aus 37 Mitgliedern. Um eine Krisensitzung einzuberufen, müssten mindestens 19 Teilnehmer dafür stimmen, schreibt die BBC. Das Treffen müsste innerhalb von zwei Wochen stattfinden. Eine Rücktrittsaufforderung könnte Infantino dann aber auch einfach ablehnen.
Oder außerordentlicher FIFA-Kongress
Als weitere Möglichkeit wurde genannt, dass mindestens 43 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände einen außerordentlichen Kongress einberufen und dort ein Misstrauensvotum stellen. Gleichzeitig müsste aber wohl ein potenzieller Nachfolger bereitstehen. Einen offiziellen Herausforderer gibt es aber eben noch nicht.

Infantino genießt auch noch Rückhalt
Isoliert ist Infantino trotz der immer schärferen Kritik noch nicht. Der schon zuvor mit kontroversen Ideen gescheiterte Schweizer, der sich eigentlich im März nächsten Jahres in Rabat auf dem FIFA-Kongress ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen will, bekommt noch Zuspruch. Ägypten, Marokko, Libanon und Katar bekräftigten jüngst ihre Unterstützung.
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