Gegen Song Contest

Stadt-Empörung nach Protest am Goldenen Dachl

Tirol
16.05.2026 13:02

Eine Anti-Israel-Aktion sorgte beim Innsbrucker Wahrzeichen für Aufsehen. Der Protest richtete sich gegen den Song Contest. Die Stadt und BM Johannes Anzengruber gehen von Sachbeschädigung aus.

Groteske Szenen spielten sich am Feiertag Christi Himmelfahrt in der Innsbrucker Altstadt ab. Im Vorfeld des Song-Contest-Finales in Wien ging nämlich eine Protestaktion gegen die Teilnahme Israels über die Bühne – ausgerechnet am Balkon des Goldenen Dachl, wohin sich die Aktivisten Zutritt verschafft hatten.

Fahne mit Parole, grüner und roter Rauch
Sie ließen dann eine palästinensische Fahne herabhängen, auf der eine Anti-ESC-Parole geschrieben war. Andere Aktivisten vor dem Dachl ließen grünen und roten Rauch aufsteigen. Weil der Spuk recht rasch vorbei war, hielt sich die Aufmerksamkeit in Grenzen. Von offizieller Seite – Polizei oder Stadt – wurde der Vorfall nicht publiziert.

Die Stellungnahme der Protestierenden auf deren Internet-Seite: „Wir haben die Aktion beim Wahrzeichen von Innsbruck durchgeführt, um unsere Wut und unsere tiefe Ablehnung über die Austragung des ESC und der Teilnahme Israels auszudrücken! Unsere internationale Solidarität gilt den um nationale Selbstbestimmung kämpfenden Völkern von Palästina, dem Libanon und dem Iran! Warum man ausgerechnet Innsbruck gewählt hatte, bleibt indessen etwas schleierhaft.“

Zitat Icon

Wir gehen von einer Sachbeschädigung, unerlaubtem Zutritt und verbotenem Anbringen von Fahnen aus.

BM Johannes Anzengruber

Mit Verzögerung nun Verurteilung durch Stadt
Mit etwas Verzögerung reagierte am Samstag die Stadt darauf: „Das Goldene Dachl ist unser Wahrzeichen. Wir gehen von einer Sachbeschädigung, unerlaubtem Zutritt und verbotenem Anbringen von Fahnen aus und nehmen an, dass es sich dabei um eine mutwillige Zerstörung von städtischem Eigentum gehandelt hat“, hieß es von Bürgermeister Johannes Anzengruber. Das unerlaubte Eindringen in das Gebäude sowie das nicht erlaubte Anbringen der Fahnen und die Sachbeschädigung werde als „Angriff auf das Wahrzeichen unserer Stadt“ gesehen.

Nun erfolge eine Videoauswertung, um die Täter womöglich identifizieren zu können. 

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