Negative Auswirkungen

Sport Austria warnt erneut vor Budgetkürzungen

Sport-Mix
23.04.2026 17:54
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Bundesregierung verhandelt ein neues Budget, und auch im Sport werden weitere Einsparungen befürchtet. Bereits das laufende Sparpaket bedeutet jährlich rund 30 Millionen Euro weniger. Daher appellierten am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz von Sport Austria in Wien hochrangige Vertreter österreichischer Sportverbände an die Regierung, von den Einsparungen abzusehen. Sie verdeutlichten, welche negativen Auswirkungen die Einsparungen für Österreich haben können.

„Der Sport erspart Österreichs Gesundheitssystem jährlich rund 530 Millionen Euro“, sagte Hans Niessl, Präsident von Sport Austria. Er bezog sich auf den gesünderen Lebensstil, der mit körperlicher Bewegung einhergeht. Laut Peter McDonald, Präsident der Sportunion, ist jeder Vierte in Österreich übergewichtig. Die Budgetkürzungen würden die Situation erheblich verschlechtern. Sowohl Niessl als auch McDonald verwiesen auf Vorzeigenationen wie Norwegen, in denen Sport ein wesentlich stärkerer Teil der Gesellschaft sei. „Daher mein Spruch: Sportstätten statt Krankenbetten“, sagte McDonald.

Peter McDonald
Peter McDonald(Bild: GEPA)

  Doch nicht nur das Gesundheitssystem könnte unter den Einsparungen leiden, auch der Nachwuchssport wäre betroffen. Der Präsident des Ringsportverbandes, Thomas Reichenauer, konkretisierte die Auswirkungen auf Randsportarten wie Ringen. „Wenn wir nicht die unterstützenden Maßnahmen bekommen, dann müssen wir zwei der drei Nachwuchszentren zusperren“, erklärte Reichenauer. Das habe Auswirkungen auf den Spitzensport. Skeleton-Pilotin Janine Flock betonte, wie wichtig ein funktionierender Breitensport für Spitzensport sei. „Die Breite braucht es, damit man eine Spitze kreiert“, sagte sie.

Sport als Wirtschaftsfaktor
Der Sport sichert laut Sport Austria 357.000 Arbeitsplätze, das entspricht acht Prozent der Gesamtbeschäftigung. Alleine der Tennissport bringt laut dem Präsidenten des österreichischen Tennisverbandes Richard Grasl rund 400 Millionen Euro an Wertschöpfung. „Wir haben beim ÖTV ein Budget von rund 4 Millionen Euro, ein gutes Drittel kommt aus der Sportförderung. Dem gegenüber stehen die 400 Millionen, von denen auch der Finanzminister profitiert“, erklärte Grasl.

Michaela Schmidt
Michaela Schmidt(Bild: GEPA)

Schmidt: „Sport von entscheidender Bedeutung“
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt betonte, aufgrund der derzeit laufenden Budgetverhandlungen keinen Kommentar zum Doppelbudget 2027/28 oder zu künftigen Förderungen abgeben zu können. Sie unterstützte aber die grundsätzliche Stoßrichtung. „Der Sport ist von entscheidender Bedeutung für Österreich – insbesondere, wenn es um die Förderung von Bewegung für Kinder und Jugendliche geht“, ließ sie in einer Aussendung wissen. „Grundsätzlich verweisen wir auch darauf, dass erst 2023 die besondere Sportförderung für die Verbände von 80 auf 120 Millionen Euro, also um 50 Prozent, erhöht wurde.“

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