Transfrauen wie die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven dürfen im Darts ab sofort nicht mehr an reinen Frauen-Turnieren teilnehmen. Das sieht eine am Donnerstag veröffentlichte Richtlinie der zuständigen Dachorganisation Darts Regulation Authority (DRA) vor, die der Profiverband PDC übernommen hat. „Damit bin ich praktisch raus“, sagte van Leuven in einem auf Instagram veröffentlichten Video.
Die PDC richtet auch die Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace aus, an der van Leuven schon zweimal teilgenommen hat. Bei für Männer und Frauen offenen Turnieren – wie der WM – dürfte sie weiter starten. Die DRA unterstrich, sie sei inklusiv und ermutige alle zu Starts in gemischten Turnieren.
Ähnliche Entscheidung vom IOC
Van Leuven sprach in einem bei Instagram veröffentlichten Video dennoch von einem Rücktritt, den sie sich nicht ausgesucht habe. „Ich habe jahrelang so verdammt hart dafür gearbeitet, um bis hierhin zu kommen. Und nun, mit nur einer Entscheidung, bekomme ich gesagt, dass ich nicht mehr dazugehöre“, sagte die 29-Jährige. Es gehe dabei nicht nur um sie. „Das ist der nächste schwere Schlag für die Trans-Community, insbesondere nach den jüngsten Entscheidungen, die das IOC getroffen hat“, betonte van Leuven.
Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees künftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein, hatte das IOC beschlossen.
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