Steirer-Promi bot Geld
„Kann bei ,Timmys‘ Martyrium nicht mehr zusehen“
Er bot bis zu 50.000 Euro dafür, dass man mithilfe eines Schiffes die Rettungskette für „Timmy“ in Gang hätte setzen können. Doch die Mühe des steirischen VIP-Konzertveranstalters Klaus Leutgeb (er holt heuer am 22.8. Superstar Andrea Bocelli für sein einziges Konzert nach Österreich) war offenbar umsonst. Die „Krone“ sprach mit dem bekennenden Tierliebhaber über seine Beweggründe und woran es letztlich scheiterte.
Vor knapp einer Woche strandete ein 12,35 Meter langer, 3,20 Meter breiter und 1,60 Meter hoher Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel. Seither beschäftigt das Schicksal des Tieres, das auf den Namen „Timmy“ getauft wurde, alle – nicht nur im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch VIP-Konzertveranstalter Klaus Leutgeb. Der international agierende Event-Guru aus der Steiermark fieberte mit dem leidenden Tier mit.
„Qualvolles Martyrium“
„Ich konnte es mir einfach nicht anschauen, wie da über das Schicksal eines Lebewesens entschieden wird. Es ist ein unglaublich qualvolles Martyrium, das ,Timmy‘ hier durchmachen muss“, so der Hundebesitzer und Tierliebhaber im Gespräch mit der „Krone“. Und weiter: „Ich habe dem Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern und dessen Sprecher geschrieben und mit ihnen darüber konferiert, wie ich dem Tier gerne helfen wollen würde. Ein Schiff aus Dänemark hätte da die Rettung sein können und genau dafür hätte ich die 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ich hätte auch 50.000 Euro bereitgestellt, doch das Land musste vorher die Situation prüfen.“
Was dahintersteckt, was Leutgeb so freilich nicht sagen wollte, ist der Umstand, dass es auch deswegen so lange dauerte, weil es hier um Steuergelder ging, die man für die Rettung hätte einsetzen müssen. Doch im Hintergrund war vielen Experten offensichtlich klar, dass man sich hier auf einer mitunter unlösbaren Mission befindet. Denn, wie uns Leutgeb zu erzählen weiß, „gibt es Wissenschaftler, die sagten, dass der Wal ins Flachwasser ging, um dort bessere Überlebenschancen zu haben, weil er im tiefen, offenen Meer, ohne jegliche Chance auf Überleben, abgesunken wäre“.
Und ein weiterer Aspekt verhinderte den Einsatz, den Leutgeb bei den Behörden in Gang setzen wollte: „Der Salzgehalt in den Gewässern, in denen sich der Wal befindet, ist relativ gering. Das schwächt seine Haut, macht sie rissig. Hätte man ihn mit dem Schiff, mit Gurten aus dem seichten Wasser heraushieven wollen, hätte es ,Timmy‘ die Haut abgezogen.“









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