In der US-Hauptstadt Washington ist erneut eine Kunst-Installation aufgetaucht, die Präsident Donald Trump und seinen Regierungsstil kritisieren: ein goldener Thron samt Toilette.
Erst kürzlich sorgte in Washington eine Statue in der Nähe des Kapitols für Aufsehen: Sie zeigt US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in einer Nachstellung einer berühmten Szene aus dem Film-Klassiker „Titanic“.
Fotos: Goldene Toilette zum Protest gegen Trump aufgestellt
„Ein Thron für einen König“
Nun protestiert dieselbe Künstlergruppe (erneut in Washington) mit einer goldenen Toilette auf einem Kunstmarmor-Sockel gegen den US-Präsidenten. „Ein Thron für einen König“ heißt es auf einer Plakette an der Installation, die seit Montag nahe dem Denkmal für den früheren Präsidenten Abraham Lincoln in der US-Hauptstadt zu sehen ist.
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Zahlreiche Passanten ließen sich auf der Toilette sitzend fotografieren. Die Skulptur geht auf eine Künstlergruppe namens Secret Handshake zurück. „In einer Zeit beispielloser Spaltung, eskalierender Konflikte und wirtschaftlicher Turbulenzen hat sich Präsident Trump auf das konzentriert, was wirklich zählt: die Neugestaltung des Lincoln-Badezimmers im Weißen Haus“, heißt es auf der Plakette weiter. „Dies, sein krönender Erfolg, ist eine kühne Erinnerung daran, dass der Präsident nicht nur Geschäftsmann ist, sondern sich um das Geschäft kümmert.“
Unter Trump fühlt sich alles düster und hoffnungslos an.
Ein Mitglied der Künstlergruppe Secret Handshake
„Autoritärer Herrscher“
Trump hatte die Renovierung des nach Lincoln benannten Badezimmers im Weißen Haus im Oktober angekündigt. Dabei sollen goldene Armaturen und echter Marmor zum Einsatz kommen. Kritiker werfen Trump vor, sich wie ein autoritärer Herrscher zu verhalten. Unter dem Motto „No Kings“ (Keine Könige) demonstrierten am Samstag Millionen Menschen in den USA gegen den US-Präsidenten.
Secret Handshake veröffentlicht keine Namen der Mitglieder
Secret Handshake will die Namen ihrer Mitglieder nicht veröffentlichen. Das Logo der Gruppe ist auf einer Toilettenpapierrolle zu lesen. Ein Mitglied der Gruppe sagte der „Washington Post“, unter Trump fühle sich alles düster und hoffnungslos an. Die Installation drücke eine „Unbeschwertheit aus, die eine Art Atempause von der Dunkelheit sein könnte“.
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