Die Graz99ers haben Außenseiter Fehervar im ersten Halbfinal-Duell im Play-off der ICE Hockey League niedergerungen. Beim 3:2-Heimsieg von Österreichs frisch gekürtem Meister glichen die Ungarn zweimal einen Rückstand aus. Michael Schiechl traf fünf Minuten vor Schluss dann entscheidend. Spiel zwei im „best of seven“ ist am Dienstag in Szekesfehervar angesetzt.
In der zweiten Halbfinal-Serie setzte sich der HC Pustertal ebenfalls auf eigenem Eis gegen Olimpija Ljubljana 3:0 durch. Die Südtiroler erzielten ihre ersten beiden Tore im Powerplay. Als die Slowenen den Goalie vom Eis nahmen, fiel der dritte Treffer. Auch in dieser Paarung folgt am Dienstagabend das zweite Spiel.
Die Grazer hatten nach dem 4:0-„sweep“ gegen den VSV einige Tage mehr Pause gehabt als der Underdog, der sich über die Vienna Capitals (2:1) und den KAC (4:2) ins Halbfinale gekämpft hatte. Die Anfangsminuten im binnen Minuten ausverkauften Eisstadion gehörten auch dem Favoriten.
Schon nach 3:15 Minuten reagierte Paul Huber nach einem Haudum-Schuss gedankenschnell, ließ Fehervars Goalie Rasmus Reijola aussteigen und stellte auf 1:0. Die Grazer ließen vor 4126 Zuschauern Chancen auf das 2:0 aus, trafen auch die Stange. Der Puck klatschte aber auch hinter 99ers-Schlussmann Maxime Lagace einmal an die Latte.
Fehervar kommt auf
Fehervar kam besser in die Partie und konnte sich auf Trevor Cheek verlassen. Der Stürmer nahm mit viel Übersicht Maß und bezwang Lagace zu seinem fünften Play-off-Treffer. Cheek tauchte noch einmal gefährlich vor dem 99ers-Tor auf, ehe Josh Currie die Steirer 13 Sekunden vor dem Drittelende vermeintlich wieder voran schoss. Der Treffer zählte jedoch nicht, da Kevin Roy Fehervars Reijola im Torraum behinderte.
Die Mannschaft von Trainer Dan Lacroix sollte dennoch wieder vorlegen. Nick Swaney war 75 Sekunden nach Wiederbeginn der Torschütze. Fehervar gelang neuerlich das Comeback – unter kräftiger Grazer Mithilfe. Verteidiger Frank Hora patzte mit einem Fehlpass direkt vor dem eigenen Tor, Max Gerlach (28.) profitierte. Die Defensivreihen auf beiden Seiten ließen danach kaum etwas zu. Auch das Schlussdrittel verlief ausgeglichen, ehe eine wilde Schlussphase startete.
Schiechl mit Kraftakt zum Siegtor
Unmut zogen sich die Referees zu, als ein weiteres Grazer Tor nicht gegeben wurde. Swaney hatte nachgestochert, das Gehäuse sprang aber bereits davor aus der Verankerung. Kurz darauf zählte das 3:2. Chris Collins versuchte es nach einem Grazer Forechecking aus spitzem Winkel, Schiechl hatte im Fallen noch seinen Schläger im Spiel. 5:04 Minuten waren noch zu spielen. Fehervar nahm im Finish den Goalie vom Eis, Lagace war noch einmal voll gefordert, ehe der Heimerfolg der 99ers feststand.
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