Oscar Piastri ist im zweiten Training am Suzuka International Racing Course zur schnellsten Rundenzeit gerast. Der McLaren-Pilot verwies die beiden Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli und George Russell auf die Plätze zwei und drei.
Das Weltmeister-Team McLaren hat sich im Formel-1-Training von Japan an der Spitze zurückgemeldet. Dem Australier Oscar Piastri gelang in der zweiten Übungseinheit in Suzuka die schnellste Runde des Tages. Der 24-Jährige verwies das favorisierte Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell auf die Plätze zwei und drei. Titelverteidiger Lando Norris wurde im zweiten McLaren Vierter. Max Verstappen (Red Bull) steckt weiter im Tief, er kam nicht über Platz zehn hinaus.
Das Ergebnis:
Zuletzt beim Rennen in China hatte McLaren noch eine große Enttäuschung erlebt, als beide Fahrer wegen technischer Probleme mit ihren Autos nicht starten konnten. Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag führt Silberpfeil-Fahrer Russell die Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Antonelli an. Russell (28) hatte den Auftakt in Australien und den Sprint in China gewonnen, der erst 19-jährige Antonelli holte sich den Sieg beim Hauptrennen in Shanghai. Im ersten Training am Freitag hatte Russell die beste Zeit vorgelegt, Zweiter war Antonelli.
„Guter Tag“, aber McLaren bleibt realistisch
„Insgesamt war es ein guter Tag für uns. Wir haben das Gefühl, dass wir einen guten Fortschritt gemacht haben, besonders im zweiten Training, das sehr ermutigend war“, sagte Piastri laut McLaren-Aussendung, schränkte aber gleich ein: „Wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt, und es ist klar, dass einige unserer Konkurrenten, vor allem Mercedes, sehr stark sind.“ McLaren-Renndirektor Randy Singh betonte, man bleibe im Team realistisch. „Wir glauben nicht, dass sich die grundlegende Rangordnung seit dem letzten Rennen geändert hat.“
Mercedes hat unter dem neuen technischen Regelwerk der Formel 1, das seit dieser Saison gilt, offenbar bisher die besten Lösungen für seine Autos gefunden und gilt auch in Japan als Favorit. Erste Verfolger waren bisher die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton, deren neuer Dienstwagen seine größte Stärke am Start hat. Im Training belegten die Ferrari die Plätze fünf und sechs.
Spekulationen um Teamchef-Wechsel bei Audi
Schon wieder eine Art Neuanfang erlebt inzwischen das neue Audi-Werksteam, das sich vor einer Woche überraschend von Teamchef Jonathan Wheatley trennte. Auslöser seien „persönliche Gründe“, hieß es. Der Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, Mattia Binotto, übernahm vorerst auch die Aufgaben des Teamchefs – möglicherweise auch für eine längere Zeit. Denn im Interview mit Sky sagte der Italiener, das Team suche derzeit nicht nach einem Nachfolger für Wheatley.
„Es war sehr schnell und überraschend, manchmal sind die Dinge eben so“, sagte Binotto zu der Trennung. Wheatley habe das Team informiert, dass er sich nicht langfristig verpflichten könne. Spekuliert wird, dass Konkurrent Aston Martin dem 58-Jährigen ein Angebot unterbreitet hat. Zudem soll sich Wheatleys Frau in der Schweiz, dem Sitz der Audi-Rennfabrik, nicht wohlgefühlt haben und zurück in die britische Heimat wollen. Für Audi bietet die lange Rennpause im April wegen der Absage der WM-Läufe in Bahrain und Saudi-Arabien nun „eine gute Gelegenheit, um uns zu reorganisieren“, wie Binotto erklärte.
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