Die 55. Rauriser Literaturtage starten heute mit der Liebe als Überthema. Bis Sonntag steht in der Pinzgauer Nationalparkgemeinde alles im Zeichen des Lesens. Musikerin und Literaturpreisträgerin Sophie Hunger liest aus ihrem Debütroman.
Seit 1971 finden in Rauris bereits die Literaturtage statt. Mit ihnen sollte Literatur und Kunst in entlegenere Gegenden Salzburgs gebracht werden. Jahrzehnte später lockt das Lesefestival die Massen ins idyllische Tauerntal. Bei der 55. Ausgabe der Rauriser Literaturtage, ab heute, Mittwoch, bis einschließlich Sonntag, wird der Platz im Mesnerhaus wieder rar. Auch weil eine Musikerin der literarische Stargast sein wird.
Mit „Walzer für Niemand“ ist der Schweizer Songschreiberin Sophie Hunger ein herausragender literarischer Erstling gelungen. In ihrem Roman beschreibt sie die Geschichte und das Aufwachsen zweier Freunde, die in der Musik gemeinsamen Halt finden. Doch dann bekommt die Freundschaft Risse, eine Katastrophe bahnt sich an. Hunger wird heute, ab 19 Uhr, aus ihrem Roman lesen. Bettina Hering, ehemalige Schauspielchefin der Salzburger Festspiele, wird die Laudatio auf ihre Schweizer Landsfrau halten.
Salzburger Autorin und Poetry-Slammer
Mit dem Überthema Lieben will das Festival in diesem Jahr, vielleicht auch bewusst, einen Kontrapunkt zu den globalen Krisen setzen. Dass kritische Geister wie Marlene Streeruwitz, Norbert Gstrein oder Feridun Zaimoglu im Programmheft stehen, ist da kein Widerspruch. Mit der gebürtigen Salzburgerin Laura Freudenthaler liest eine Senkrechtstarterin der österreichischen Literaturszene am Samstag (20 Uhr). Eva Schmidt musste krankheitsbedingt absagen.
Dass die Literaturtage sich weiterentwickeln, zeigt auch, dass moderne Formen der Schriftstellerei Einzug halten. So ist Poetry-Slam mittlerweile eine fixe Größe im Festivalprogramm.
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