Bewerb gestoppt

AEC-Museum muss über Hochwassermarke stehen

Nach einem Fehlstart müssen das rote Rathaus-Team und die schwarz-grüne Landhaus-Mannschaft zurückrudern: Die Stadt Linz muss den laufenden internationalen Architektenwettbewerb zur AEC-Museums-Erweiterung stoppen, da das Land Oberösterreich dieses 27-Millionen-Projekt verbieten will, das es mit acht Millionen Steuereuro unterstützen wollte.

„Die Stadt hätte bei der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs auf die geltende Bauordnung Rücksicht nehmen müssen“, glaubt der grüne Klubobmann Gunther Trübswasser, dass auch nach altem Recht ein Zubau in Ufernähe zu verbieten sei: „Nach dem Hochwasser 2002 waren sich alle Parteien einig, dass es keine Ausnahmen mehr geben darf.“

Von einer kalten Enteignung in ganzen Altstadtvierteln von Urfahr und Steyr könne aber keine Rede sein: „Der Städtebund wird noch zu unserem Gesetzesentwurf gehört werden“, beruhigt der Grüne die Roten: „Man kann mich beim Wort nehmen - es wird keine unsinnigen Schikanen geben, sondern nur sinnvolle Bestimmungen.“

„Das AEC wird halt hoch über der sensiblen Problemzone geplant und gebaut werden müssen, aber darauf hätte die Stadt die Architekten hinweisen müssen“, sieht auch Landes-Baureferent Franz Hiesl (VP) noch nicht ganz schwarz: Man könnte eine wasserdichte Wanne wie beim Lentos oder eine geflutete Tiefgarage wie im Neuen Rathaus vorschreiben und genehmigen. „Aber grundsätzlich sind sich alle vier Landtagsparteien einig, dass wir nach dem verheerenden Hochwasser 2002 schärfer werden müssen“, sagt der Landes-Vize: „Wir können es uns nicht leisten, alle paar Jahre Unsummen für Absiedlungen und Entschädigungen zu zahlen.“ Am Donnerstag werde erstmals der Bauausschuss des Landtags über die Baurechtsnovelle diskutieren.

 

 

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 14. Juni 2021
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