14.06.2014 16:56 |

Buntes Treiben

Tausende feierten bei 19. Wiener Regenbogenparade

Ganz Wien im Zeichen des Regenbogens: Spätestens seit dem Conchita-Wurst-Hype steht Toleranz hoch im Kurs. Die Teilnehmermassen setzten beim "Andersrum"-Marsch - entgegen der Fahrtrichtung - über den Ring ein friedlich-buntes Zeichen für ein besseres Miteinander. Angeführt wurde die bunte Demonstration traditionell von den "Dykes on Bikes".
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Ab 11 Uhr war das "Pride Village" zur Einstimmung geöffnet. Die Vorbereitungen seien aufgrund des kurzen Regengusses sehr erfrischend gewesen, sagte Organisator Christian Högl. "Das Wetter ist das Einzige, was man nicht organisieren kann, aber so wie es ausschaut, meinen es die Wettergöttinnen auch heuer wieder ganz gut mit uns", erklärte er im Vorfeld. Bis auf vereinzelte Regentropfen traf dies dann auch zu.

Laut Högl waren dieses Jahr über 50 Startnummern in den Kategorien "Fußgruppe", "Kleinfahrzeuge" und "Lkw und Sattelschlepper" verteilt worden. Das sei mit Ausnahme des Jahres 2001, in dem Gruppen aus allen europäischen Ländern teilnahmen, ein Rekord. Die gesamte Teilnehmerzahl an der Parade gab Högl mit "über 150.000" an - es sei die bisher erfolgreichste Parade gewesen.

"Sexuelle Orientierung sucht man sich nicht aus"
Die jährlich im Juni stattfindende Demonstration ist ein Teil der "Vienna Pride", die unter dem Motto "Proud by Choice" stattfindet. "Seine sexuelle Orientierung sucht man sich nicht aus, aber wie man damit umgeht, das kann man entscheiden. Und die braucht man nicht verstecken, die kann man durchaus stolz zeigen - auch die heterosexuelle Gesinnung", erläuterte Högl das Motto.

Die Protest richtet sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender-Personen und sieht sich als Symbol von Solidarität, Toleranz und Akzeptanz. Die Route der Parade führte vorbei an Parlament, Oper, Stubenring, Urania, Schwedenplatz, Franz-Josefs-Kai, Börse, Universität und wieder zurück zum Rathausplatz. Um 17 Uhr wurde eine Gedenkminute für Opfer von Aids oder homophober und transphober Gewaltverbrechen abgehalten.

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