„Glauben verloren“

Nach Tischtennis-Skandal: Liu Jia tritt zurück!

Sport-Mix
14.03.2026 19:31
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Tischtennis-Skandal in Österreich hat personelle Konsequenzen. Ex-Star Liu Jia zieht die Reißleine und legt ihre Funktionen als Sportvorständin sowie als Vorsitzende des Nachwuchsausschusses im ÖTTV zurück.

Nach den jüngsten Belästigungsvorwürfen gegen einen ehemaligen Jugendtrainer im österreichischen Tischtennissport ist es zu einem Rücktritt auf Verbandsebene gekommen. Ex-Nationalspielerin Liu Jia erklärte, ihre Funktionen als Sportvorständin im Österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV) sowie als Vorsitzende des Nachwuchsausschusses niederzulegen.

„Ich habe diese Aufgabe mit vollem Herzen und ehrenamtlichem Engagement übernommen, hart gearbeitet und stets versucht, konstruktiv und im besten Interesse des Sports zu handeln“, schrieb die ehemalige Weltklassespielerin in ihrer Stellungnahme, die der „Krone“ vorliegt.

Liu Jia
Liu Jia(Bild: GEPA)

„Glauben an Veränderung verloren“
Als Grund für ihren Schritt nennt Liu Jia fehlende Perspektiven für positive Veränderungen innerhalb der aktuellen Verbandsstruktur. „Dennoch muss ich ehrlich sein: Ich habe den Glauben daran verloren, dass sich in dieser Konstellation etwas zum Positiven verändern kann“, erklärte sie. „Es gibt Situationen, in denen Weitermachen keine Stärke mehr ist, sondern Mitverantwortung für etwas, hinter dem man nicht mehr stehen kann.“

Gewissensfrage als Auslöser
Entscheidend für ihren Rücktritt sei letztlich eine persönliche Gewissensfrage gewesen. „Was mich letztendlich bewogen hat, ist eine einfache Frage: Kann ich den Athletinnen und Athleten, den Trainerinnen und Trainern, den Eltern, den Freiwilligen und all jenen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, noch in die Augen schauen – als Teil dieses Vorstands? Die Antwort war nein. Das ist für mich der entscheidende Maßstab.“

Hintergrund: Belästigungsvorwürfe
Auslöser der aktuellen Turbulenzen sind Vorwürfe gegen einen ehemaligen Jugendtrainer. Er soll sich minderjährigen Spielerinnen gegenüber ungebührlich verhalten, sie mit verstörenden Textnachrichten belästigt haben. Erst nach einiger Zeit hatten mehrere Mädchen die Kraft, ihre Eltern zu verständigen, dann auch Vertrauenspersonen in ihren Vereinen. Es ging weiter zur Vertrauensstelle „100 % Sport“, die eine Handlungsempfehlung an den Österreichischen Tischtennisverband ÖTTV aussprach. Das Sportministerium hat indes einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den ÖTTV verhängt. Die Untersuchungen laufen ...

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