Wirtschaft und Soziales sind zwei sehr eng miteinander verbundene Felder in der Politik. Ein Eingriff in einen Bereich hat sehr oft auch Auswirkungen auf den anderen. Umso wichtiger ist es daher, hier mit Bedacht und vor allem mit Verstand zu agieren. Doch immer wieder lassen Entscheidungen der politischen Entscheidungsträger genau das vermissen. Der eigenen Klientel zu gefallen, steht stattdessen im Vordergrund.
Wie schon der Parteiname verrät, rücken hier oft SPÖ-Mandatare ins (unrühmliche) Rampenlicht. Allen voran war es Parteichef und Vizekanzler Andreas Babler, der mit seinem durchgesetzten Mietpreisdeckel fehlenden Weitblick vermissen ließ. Ab drei Prozent Teuerung darf nur mehr die Hälfte weitergegeben werden, so sein genialer Plan. Und was haben wir aktuell davon? Nichts!
Im Jänner lag die Inflation bei zwei Prozent, im Feber dürfte sie bei 2,2 Prozent liegen. Langfristig hat man jedoch die Investoren verschreckt, die bei Neubauprojekten derzeit ohnehin auf der Bremse stehen. Und weniger Angebot bedeutet langfristig gesehen steigende Preise. Dafür muss man nicht studiert haben.
Eine ähnlich tolle Idee hat diese Woche Gesundheitsministerin Korinna Schumann mit der Forderung nach Honorarobergrenzen für Wahlärzte. Kurzfristig mag man dadurch als Patient profitieren. Langfristig wird es weniger Wahlärzte geben, die dann auch wegen fehlender Kostendeckung weniger Leistungen anbieten. Dann sinkt auch hier das Angebot. Am Ende des Tages fehlen dann nicht nur Kassen-, sondern auch Wahlärzte. Statt einer besseren Versorgung wird sie dann noch schlechter.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.